SP-Yildirim wettert gegen Parteikollegen Dornauer

Georg Dornauer (r.) und seine Vorgängerin Elisabeth Blanik während der Präsentation der SPÖ-Kampagne zur Landtagswahl 2018.
Georg Dornauer (r.) und seine Vorgängerin Elisabeth Blanik während der Präsentation der SPÖ-Kampagne zur Landtagswahl 2018.Bild: picturedesk.com

Der Tiroler SP-Chef Georg Dornauer kommt nach seinen "Horizontale"-Sager nicht zur Ruhe. Sogar eine Parteikollegin will ihm jetzt ihr Vertrauen entziehen.

Die Tiroler SPÖ-Mandatarin Selma Yildirim wird heute Abend ihrem geschäftsführenden Landesparteivorsitzenden Georg Dornauer offiziell das Vertrauen entziehen. Hintergrund der Aktion sind die sexistischen Aussagen Dornauers über die grüne Landesrätin Gabriele Fischer. Nach deren krankheitsbedingten Fernbleiben vom Landtag hatte Dornauer vor laufenden Kameras gemeint, dass er sich die Frau Landesrätin jetzt nicht in der "Horizontalen" vorstellen möge, wenig später entschuldigte er sich aber bereits öffentlich für seinen Spruch.

Die Folge der unüberlegten Aussage des neuen Tiroler SP-Chefs: Ein wahrer Shitstorm und dutzende Rücktrittsforderungen, welche teilweise sogar aus den Reihen der eigenen Partei kamen. In weiterer Folge verwehrte ihm auch Parteichefin Pamela Rendi-Wagner einen Posten im Vorstand der Bundespartei("Heute" berichtete).

Dornauer will Vertrauen der SP-Frauen wiederherstellen

Zumindest dürfte Dornauer heute Abend nicht überrascht sein, wenn ihm Yildirim ihr Vertrauen versagen wird. Die SP-Abgeordnete informierte ihren Chef nämlich bereits vorab in einem persönlichen Gespräch über ihre Pläne.

Dornauer wiederum zeigt "vollstes Verständnis" für den Unmut seiner Parteikollegin und will sich der Vertrauensfrage im Landtag stellen. Für den erst 35-Jährigen geht es jetzt darum, dass Vertrauen sowohl der Landes- wie auch der Bundesfrauenorganisationen der SPÖ in seine Person wieder zu festigen. Allen Turbulenzen zum Trotz rechnet Dornauer dennoch mit einer "klaren Bestätigung" in seiner neuen Funktion als geschäftsführender Vorsitzender im Landesparteivorstand.

(red)

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