Nun also doch! Die Gelsen feiern ihr Comeback und rauben uns nun wieder unseren Schlaf und unser Blut. Weil es bisher te,peraturmäßig so frisch war, beginnt die Gelsen-Saison heuer deutlich später. Stechmücken-Forscher Hans-Peter Führer von der VetMed weiß warum: "Das Wetter ist schuld. Die Bedingungen waren für die Stechmückenentwicklung deutlich ungünstiger als in vergangenen Jahren, aber jetzt sind die Gelsen da", so der Experte gegenüber "Heute". In Österreich summen etwa 40 Gelsenarten durch die Lüfte und in unsere Ohren.
"Die häufigste Gelse ist die Hausgelse. Sie vermehrt sich in flachen Gewässern, Regenrinnen und Biotopen oder Regentonnen." Entscheidend für die Vermehrung wird jetzt sein, ob es feuchter wird oder so trocken bleibt. Richtig schlimm wird es erst, wenn zur Hitze auch noch Regen dazukommt", so Führer. Der Wissenschaftler hat auch eine üble Zukunfts-Prognose: "Aufgrund der Erderwärmung werden noch mehr Südtypen bei uns heimisch und die Gelsen-Saison wird künftig immer länger." Wenn es von April bis November warm ist, werden auch die Gelsen durch die Lüfte schwirren und uns stechen.