Die erste Mahlzeit des Tages könnte im Alter mehr verraten, als man denkt. Eine britische Langzeitstudie zeigt einen statistischen Zusammenhang zwischen einem späten Frühstück und einem erhöhten Sterberisiko bei älteren Menschen.
Zwischen 1983 und 2017 wurden Teilnehmer der Studie regelmäßig zu ihren Essens- und Schlafenszeiten befragt. Zu Beginn frühstückten sie im Schnitt um 8:22 Uhr. Im Laufe des Älterwerdens verschob sich der Zeitpunkt jedoch nach hinten - pro Jahrzehnt um knapp drei Minuten.
Nach Angaben von chip.de zeigte sich ein statistischer Zusammenhang: Mit jeder Stunde Verzögerung beim Frühstück stieg das Sterberisiko um etwa 8 Prozent. Die 10-Jahres-Überlebensrate lag bei frühen Frühstückern bei 89,5 Prozent, bei späten nur bei 86,7 Prozent.
Die Forscher betonen jedoch: Ein spätes Frühstück muss nicht die Ursache sein. Vielmehr trat es häufig gemeinsam mit anderen gesundheitlichen Problemen auf, etwa Müdigkeit, Schlafproblemen, depressiven Symptomen oder chronischen Erkrankungen. Ein verspätetes Frühstück könnte also eher ein Warnsignal sein.
Wenn sich die Frühstückszeit bei älteren Menschen deutlich nach hinten verschiebt und gleichzeitig Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust auftreten, sollte das ärztlich abgeklärt werden. Eine schrittweise Anpassung - etwa jede Woche 10 bis 15 Minuten früher zu frühstücken - kann helfen.