Aktuell gibt es in Spanien ein für dortige Verhältnisse seltenens Phänomen zu beobachten. Weite Teile Europas befinden sich derzeit im Einflussbereich von winterlich kalter Luft. Diese ist bis weit in den Süden vorgestoßen, sodass selbst in Spanien zum Teil frostige Temperaturen herrschen. Ein Tief namens Bartosz sorgt auf der Iberischen Halbinsel zudem heute und am Wochenende für teils ungewohnt kräftige Schneefälle.
Noch befindet sich Bartosz vor der Küste Marokkos. In den kommenden Stunden verlagert sich das Tief weiter ostwärts in den Mittelmeerraum. An dessen Vorderseite wird sehr feuchte Luft nach Norden und somit nach Spanien gelenkt, diese feucht-warme Luft gleitet auf der vorhandenen Kaltluft auf. Voilá: Fertig ist die perfekte Mischung für ergiebige Schneefälle.
Kurz zur Einordnung, wie außergewöhnlich ein solches flächendeckendes Schneefall-Event in Spanien ist. In Madrid selbst bildet sich im Mittel an nicht einmal 3 Tagen (2,6 ganz genau) pro Jahr eine Schneedecke. Für den Monat Jänner trifft dies auf 0,7 Tage im Schnitt zu, pro Jahr. Erstmals seit 2007 hat daher der spanische Wetterdienst die höchste Schneewarnstufe ausgerufen.