Spanier gehen offiziell gegen Scheich-Klub Paris vor

Kylian Mbappe verlängerte in Paris, die spanische Liga geht nun dagegen vor. 
Kylian Mbappe verlängerte in Paris, die spanische Liga geht nun dagegen vor. Twitter
Die Vertragsverlängerung von Kylian Mbappe bei Baris St.-Germain hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Die spanische Liga macht ihre Drohung ernst. 

Nach monatelangen Verhandlungen hat der französische Star-Stürmer Ende Mai doch seinen mit Saisonende auslaufenden Vertrag bei Paris St.-Germain verlängert. Mbappe bleibt drei weitere Jahre in Paris, kassiert dafür ein Handgeld in dreistelliger Millionenhöhe - von bis zu 300 Millionen Euro ist die Rede - sowie ein jährliches Salär von 100 Millionen Euro brutto.

Im Frühjahr galt der Mbappe-Wechsel zu Real Madrid bereits als ausgemachte Sache. Der Offensivspieler soll den Madrilenen sogar bereits mündlich zugesagt haben. Dann kam alles anders. Real war daraufhin fassungslos. Genauso wie die spanische Liga, schließlich hätte LaLiga das wohl größte Talent im Weltfußball gerne im "königlichen" Trikot gesehen. 

Beschwerde bei der UEFA

Am Mittwoch machte die spanische Liga nun eine Drohung wahr, legte offiziell bei der UEFA Beschwerde gegen den französischen Scheich-Klub ein - genauso wie bereits 2017 und 2018. Gegen Manchester City - auch Star-Stürmer Erling Haaland gab Real einen Korb, wechselte zum englischen Meister - wurde bereits im April eine Beschwerde eingebracht. 

Konkret wird dem französischen Meister vorgeworfen, regelmäßig gegen das Financial Fair Play (FFP) zu verstoßen. "LaLiga ist der Meinung", hieß es in einer Stellungnahme, "dass diese Praktiken das Ökosystem und die Nachhaltigkeit im Fußball verändern und den europäischen Klubs und Ligen schaden. Ihre Praktiken dienen nur dazu, den Markt künstlich aufzublasen - mit Geld, das nicht im Fußball generiert wurde." PSG, das aus Katar finanziert wird, soll etwa durch überdimensionierte Sponsorings Millionen-Zahlungen erhalten haben.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge habe die spanische Liga bereits Anwälte in der Schweiz und Frankreich angeheuert, um gegen die Pariser vor Gericht zu ziehen. Auch Klub-Präsident Nasser Al-Khelaifi, Katars Statthalter in Paris, steht im Visier der Spanier. Denn der ehemalige Tennisspieler ist auch Boss des Pay-TV-Senders "BeIN", der weltweit Sportrechte gekauft hat. Hier wird ein Interessenskonflikt vermutet. 

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