Am Mittwochabend qualifizierte sich Österreichs Serienmeister mit einem 1:0-Erfolg über Sevillafür das Achtelfinale der Champions League, erreichte erstmals die K.o.-Phase.
Das wurde freilich mit einer echten Kabinen-Party gefeiert. Da in Österreich weiterhin der Lockdown gilt, wurde kurzerhand prompt das Stadion-Innere unsicher gemacht.
Vorher hatte allerdings Häfelinger noch eine Gänsehaut-Ansprache gehalten, die Siegtorschütze Noah Okafor live in sozialen Netzwerken übertrug. Neuerlich eine Salzburg-Rede, die für Gesprächsstoff sorgte – so wie die legendäre Pausenansprache von Coach Jesse Marsch beim Champions-League-Gastspiel in Liverpool.
"Überhaupt reinzukommen in die Champions League. Das haben wir gemacht. Die andere Sache ist dann, einfach zu spielen und Punkte zu holen, wo die anderen denken: ,He, die Österreicher.´", leitete der Mentalbetreuer seine Rede ein, nahm dann auf die verlorenen Spiele gegen Wolfsburg und Lille Bezug. "Dann sind wir auf einmal da vorne in der Tabelle, können es wirklich schaffen. Uns fehlt nur noch ein scheiß Punkt, ein scheiß Sieg, dann wird es aber schwer."
Die Salzburger kämpften sich allerdings da raus, holten den nötigen Punkt gegen die Andalusier, fuhren zum Abschluss der Gruppenphase sogar einen Sieg ein. Und bei Häfelinger kam es im Eifer des Gefechts zur verbalen Entgleisung. "Dann ist der letzte Spieltag gegen Sevilla, spanische Wichser, hier bei uns, wo es darum geht, dass wir uns das holen", brüllte der 36-Jährige in die Runde, erntete für seine verbale Entgleisung noch Gelächter. "Wir sind so verdammt Champions League", schloss der Salzburg-Betreuer seine martialische Ansprache.
Das Video samt Verbalentgleisung verbreitete sich blitzschnell in sozialen Netzwerken. Die Mozartstädter entschuldigen sich via Twitter bereits. "In der Emotion sind bei dem für uns so außergewöhnlichen Erfolg Worte gefallen, die nicht hätten sein dürfen. Wir haben heute gegen einen starken und fairen Gegner gespielt, bei dem wir uns für diese Wortwahl ehrlich entschuldigen möchten", schrieben die Salzburger.
In dem von Salzburg selbst hochgeladenen Video wurde die verbale Entgleisung kurzerhand rausgeschnitten.