SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann ist wegen der Spardebatte mit kräftigem Murren aus den eigenen Reihen konfrontiert. Die roten Arbeitnehmervertreter sehen nicht ein, dass sich die Dienstnehmer die Steuerreform doch selbst finanzieren sollen, wie es im Augenblick bei den Beamten offenbar geplant ist.
Zur Gegenfinanzierung der Steuerreform will die Regierung unter anderem in der Verwaltung sparen, sprich beim Öffentlichen Dienst. Offenbar sollen die Lehrer zwei Stunden pro Woche mehr unterrichten, damit braucht es weniger Junglehrer. Dagegen soll im Verteidigungsministerium die Arbeit um eine Stunde reduziert werden, was den Betroffenen Gehaltseinbußen beschert.
Am Donnerstag hat sich schon ÖGB-Präsident Erich Foglar über die Pläne alteriert. Auch der rote Landeshauptmann von Burgenland, Hans Niessl, hat umfassende Kritik angebracht.
Jetzt folgen Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske und der Chef der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch. Kaske schließt sich Foglar an und verlangt, dass sich die Arbeitnehmer die Steuerreform nicht selbst zahlen, auch nicht die Beamten. Der AK-Chef erwartet sich jetzt Sparvorschläge der Regierung. Und Muchitsch schlägt vor, Verwaltungsebenen von Bund, Ländern, Gemeinden zusammenzulegen, denn das ginge seiner Ansicht nach auch ohne Gehaltseinbußen für die Staatsdiener.