"Spaziergänger" provozierten auch in Haag die Polizei

Symbolfoto einer Corona-Demo
Symbolfoto einer Corona-DemoDOKU NÖ
Am Donnerstag fand in Haag erneut ein "Spaziergang" der Maßnahmen-Gegner statt. Die Polizisten vor Ort wurden wieder zur Zielscheibe der Teilnehmer.

Nachdem am Mittwochabend, wie berichtet, bei einer nicht angemeldeten Demonstration in St. Peter in der Au Polizisten eingekesselt, bedroht und beschimpft worden waren, fand am Donnerstagabend in der Stadt Haag (Bezirk Amstetten) der nächste "Spaziergang" der Maßnahmen-Gegner statt. 

Etwas mehr als 100 Teilnehmer, darunter viele, die auch schon am Vortag dabei gewesen waren und relativ wenige aus Haag selbst, marschierten mit Glocken und Parolen durch die Stadt, provozierten permanent die anwesenden Polizisten und hielten Ansprachen. Eine Organisatorin meinte etwa: "Ich habe meinen eigenen Bruder nicht mehr erkannt, weil er Maske und Haube getragen hat." Deshalb forderte sie ein Ende der Maskenpflicht.

Stoische Polizisten

Ein anderer Sprecher kritisierte via Megaphon einen Polizisten weil ihm dieser angeblich die Freundschaft gekündigt hätte, nachdem er in einem offenen Brief alle Polizisten kritisiert hatte. Ein anderer Demonstrant beschwerte sich in seiner Ansprache darüber, dass er von Zeitungen als Nazi bezeichnet worden sei und deshalb seine Kunden verloren habe. Er sei außerdem schon unzählige Male von Polizisten in Österreich verhaftet und geschlagen worden.

Die vielen Polizisten ertrugen die pausenlosen Provokationen und Beleidigungen der "Spaziergänger" stoisch. Zwischenfälle blieben diesmal aus, gegen Ende wurde eine Person von den Polizisten mitgenommen weil sie sich nicht ausweisen wollte. Ein Einkesseln der Polizisten wäre dabei diesmal aber auch nicht möglich gewesen. Die Exekutive war in ähnlicher personeller Stärke angereist wie die Demonstranten.

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