Speedrunner 35 Jahre nach Rekord disqualifiziert

Seit 35 Jahren stand Todd Rogers an der Spitze der Speedrun-Rekorde. 1982 erreichte er im Atari-2600-Game "Dragster" eine Fabelzeit.
Über mehr als drei Jahrzehnte war Rogers' Rekord in "Dragster" über jeden Zweifel erhaben und Jahr für Jahr erschien ab 1983 seine Leistung auch im "Guiness-Buch der Rekorde". 2017 kamen jedoch Zweifel auf, denn die Gamerszene biss sich einfach die Zähne an der Rekordzeit von 5,51 Sekunden aus. Die besten Versuche waren meilenweit vom Rekord entfernt.

Nun, Anfang 2018, verschwanden plötzlich alle von Rogers' Zeiten ebenso wie der Speedrun-Weltrekord von der Seite "Twin Galaxies", einer Plattform, die Rekorde und Highscores sammelt. "Basierend auf der Fülle an vorgelegten Beweisen in dieser Sache haben wir einstimmig entschieden, alle Punktstände von Todd Rogers zu löschen und ihn aus unseren Ranglisten zu verbannen", heißt es von den "Twin Galaxies"-Verantwortlichen.

Alle Rekorde zunichte?

Weiters heißt es zum "Dragster"-Rekord: "Eine Software-Analyse hat gezeigt, dass Zeiten von weniger als 5,57 Sekunden unter normalen Spielbedingungen nicht möglich sind." Zur Analyse diente ein Tool, das einen automatisierten, perfekten "Dragster"-Speedrun ohne Zeitverluste simulierte. Rogers' Zeit wäre damit um 0,06 Sekunden unter der niedrigstmöglichen Zeit. 13 Spieler erreichten bis heute die 5,57 Sekunden, darunter schaffte es kein einziger. Activision, das hinter dem Titel stehende Unternehmen, ging in den vergangenen Jahren von einer bestmöglichen Zeit von 5,54 Sekunden aus – immer noch 0,03 Sekunden mehr als Rogers' Rekord.

In "Dragster" geht es darum, ein Rennfahrzeug möglichst schnell über die Ziellinie zu bewegen. Spieler mussten dabei per Taste das Gaspedal rechtzeitig durchdrücken und Gänge hochschalten. Bitter für Rogers: Sein Speedrun-Weltrekord galt als der am längste ungebrochene Game-Rekord der Welt. "Kotaku" hat um eine Stellungnahme des Spielers ersucht, dieser lehnte allerdings ab. Rogers hält noch Rekorde in vielen weiteren Spielen wie "Donkey Kong" oder "Centipede", die tausende Punkte über den Zweitplatzierten liegen. Sie sorgten ebenfalls für Kritik und könnten nun allesamt verschwinden. (rfi)

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