Fussball

Spieler tödlich verunglückt - Klub fordert 95 Millionen

Im Januar 2019 verunglückte das Flugzeug von Emiliano Sala auf dem Weg zu seinem neuen Klub Cardiff. Der fordert eine riesige Entschädigungszahlung.
20 Minuten
26.04.2022, 18:37

Über drei Jahre nach dem Flugzeugabsturz des argentinischen Fußballers Emiliano Sala kommt abermals Bewegung in die tragische Geschichte. Wie die britische "Dailymail" berichtet, fordert Cardiff City aus der zweiten englischen Liga vom französischen Verein Nantes einen Entschädigung von umgerechnet fast 95 Millionen Euro.

Im Januar 2019 hätte Sala beim damaligen Premier-League-Klub unterschreiben sollen. Auf dem Weg zum Abschluss des Transfers stürzte das Privatflugzeug auf dem Weg nach Wales über dem Ärmelkanal ab. Der Stürmer sowie der Pilot – die beiden einzigen Insassen – kamen dabei ums Leben. Kein halbes Jahr später stieg Cardiff mit zwei Punkten Rückstand auf den rettenden Platz 17 aus der Premier League ab.

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Neil Warnock, der die "Bluebirds" damals coachte, war der Meinung, dass die Tore des Stürmers den Ligaerhalt hätten sichern können. Weil Cardiff durch den Abstieg in die zweitklassige Championship in den Folgejahren viel Geld durch TV-Anteile, Werbung und Sponsoren entgangen ist, fordert der Klub nun die Entschädigung von knapp 95 Millionen Euro.

Diese Forderung stellte der ehemalige Premier-League-Klub offenbar im Rahmen eines bereits seit über zwei Jahren andauernden Rechtsstreits zwischen den beiden involvierten Vereinen. Cardiff und Nantes hatten sich kurz vor der Tragödie auf eine Ablöse von gut 16 Millionen Euro geeinigt.

Die FIFA hatte die Waliser im Herbst 2019 zu einer Zahlung von 4,5 Millionen aufgefordert. Diese zogen mit dem Fall kurz darauf vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Cardiff ist der Meinung, dass Nantes für Salas Tod verantwortlich gemacht werden sollte. Der Agent des Argentiniers habe im Auftrag der Franzosen das Flugzeug arrangiert, mit dem der Stürmer verunglückte.

Der Tabellen-19. der zweiten englischen Liga stützt seine Forderungen aus einem Fall aus dem Jahr 2007. West Ham hatte dazumal bei den Transfers der beiden Argentinier Carlos Tevez und Javier Mascherano gegen Richtlinien verstoßen. Beide Spieler hatten anschließend großen Anteil am Ligaerhalt der Londoner – auf Kosten von Absteiger Sheffield United. Dieser klagte in der Folge und forderte einen Punktabzug für West Ham. Schließlich einigten sich die Klubs auf eine Entschädigung von umgerechnet 32 Millionen Euro.