Strafe gefordert

Spionage-Vorwurf vor Spiel um 230 Millionen Euro

Aufregung in der zweiten Liga Englands. Vor dem Aufstiegs-Duell wirft Middlesbrough Konkurrent Southampton Spionage vor.
Sport Heute
15.05.2026, 22:18
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Der Kampf um den Aufstieg in die englische Premier League wird nach einem Spionagevorwurf möglicherweise auch am Grünen Tisch mitentschieden. Der FC Middlesbrough hat vom englischen Verband EFL Sanktionen gegen den FC Southampton gefordert. Weil ein Mitarbeiter des Klubs beim Training von Middlesbrough spioniert haben soll, sei die "einzig angemessene Reaktion eine sportliche Sanktion, die den FC Southampton daran hindern würde, am Play-off-Finale der EFL Championship teilzunehmen", heißt es in einem Statement. Der Verein behält sich alle rechtlichen Schritte vor.

Der englische Traditionsklub Southampton war mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen Middlesbrough im Halbfinal-Rückspiel der Play-offs ins Aufstiegs-Endspiel eingezogen. Gegner dort ist am 23. Mai im Londoner Wembley-Stadion Hull City.

Entscheidende Sitzung am Dienstag

Doch die EFL leitete ein Disziplinarverfahren ein. Für den 19. Mai ist eine Sitzung vor einem unabhängigen Disziplinarausschuss geplant. Daran darf Middlesbrough nicht teilnehmen. Dies bedauerte der Klub nun und hofft auf eine Sanktion, "um die Integrität des Spiels zu schützen" sowie "jegliche zukünftigen Versuche zu unterbinden, sich einen unfairen und unrechtmäßigen Vorteil im Streben nach dem Aufstieg in die Premier League zu verschaffen."

Im Zentrum des Vorwurfs steht eine Regel, wonach innerhalb von 72 Stunden vor einem angesetzten Spiel das Training des Gegners nicht beobachtet werden darf. Mehrere englische Medien berichteten von einem "Spionage-Drama". Demnach soll sich ein Mitarbeiter von Southampton am vergangenen Donnerstag im Gebüsch unweit des Trainingsplatzes von Middlesbrough versteckt haben. Der Mann soll unerlaubt gefilmt haben, sei allerdings dabei erwischt worden. Daraufhin habe der Beschuldigte die Aufnahmen von seinem iPhone gelöscht.

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Das Play-off-Finale um den Aufstieg gilt als ultimatives Millionen-Spiel. Dem Sieger sind Einnahmen in Höhe von mindestens 230 Millionen Euro sicher.

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