Wasserschaden in Spital: Diesmal auf Intensivstation

Das St. Pöltener Krankenhaus und der Hydrofluch - eine offenbar endlose Geschichte. Zum bereits vierten Mal seit März 2018 gab es im Uni-Klinikum einen Wasserschaden.
Vierter Wasserschaden im Sankt Pöltner Universitätsklinikum seit März 2018, dritter Schaden seit Ende Februar 2019: Diesmal war die Intensivstation im Haus C betroffen. Eine defekte Spüle sorgte für eine kleine Überflutung, Boden und Wände müssen trockengelegt und teils erneuert werden. "Hinter den Fliesen ist alles nass, die werden jetzt alle herausgerissen", so ein Mitarbeiter des Landesklinikums.

Bernhard Jany von der Holding bestätigt: "Ja, es gab ein Gebrechen einer Wasserarmatur auf der Intensivstation 1 im Haus C letzte Woche. Die defekte Armatur wurde umgehend durch Fachpersonal stillgelegt, es traten rund 25 Liter Wasser aus. Für die Trocknungsarbeiten, Bodenbelagssanierung und Wändeerneuerung (Gipskartonwände) wurde eine externe Firma beauftragt. Die Patientenversorgung war nicht beeinträchtigt." Laut Holding sind die Sanierungsarbeiten bereits im Gange und werden rund drei Wochen dauern.

Vierter Wasserschaden

Das St. Pöltner Spital und das Wasser - eine traurige, offenbar nicht enden wollende Geschichte: Im März 2018 hatte eine Sprinkleranlage den fünften Stock im Haus C geflutet ("Heute" berichtete). Ende Februar 2019 standen Teile des Haus B unter Wasser, Teile der Garderobe wurden gesperrt ("Heute" berichtete). Und erst im April 2019 stand der siebente Stock des Haus A unter Wasser ("Heute" berichtete).

Laut einer Spitalskraft ist vor allem das Haus A nicht mehr zeitgemäß: "Dieses Haus entspricht nicht mehr den heutigen Brandschutzbestimmungen. Auch die Privatsphäre der Patienten ist ungenügend, die Fluchtwege sind teils verstellt." Doch einige Jahre (länger als angenommen) muss das Haus A noch durchhalten, ehe es abgerissen wird.

CommentCreated with Sketch.4 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Haus A noch bis 2024"

Vom ursprünglich verlautbarten Zeitplan (Anm.: Abriss Haus A 2022, Neueröffnung 2023, mehr dazu hier) ist man mittlerweile auch abgewichen, der Zeitplan wurde verlängert: Das Haus A soll laut Holding erst Ende 2024 abgerissen werden, Baubeginn Haus D: Mitte 2020 bzw. Baufeldfreimachung Herbst 2019. Das Haus D soll dann im Sommer 2024 fertig sein. In der Zeit zwischen Fertigstellung von Haus D und Beginn des Abbruchs von Haus A erfolgen noch Umbaumaßnahmen im Haus B. Die gesamten Arbeiten laufen bis 2025. Gesamtkosten: über 500 Millionen Euro.

Bei einem Rundgang durchs Klinkum am Dienstag waren drei Dinge augenscheinlich: Das Haus C ist topmodern (trotz zwei Wasserschäden), das Haus A eher nicht. Ein Besuch des Haus A mutet wie eine Reise in die Vergangenheit an. Und in vielen Teilen des Klinikums ist Baulärm zu hören. Im Haus C oder im Haus A 4. Stock oder 7. Stock sind Bohrer zu hören. Auf der Neuro 2 im siebenten Stock ist eine ganze Gangseite mit Sesseln, Zubehör, Geräten, Rollstühlen usw. angeräumt.

Erst vor rund sechs Wochen hatte der Angestelltenbetriebsrat einen Brief an Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (VP) geschrieben. Inhalt: Personalmangel und andere massive Probleme ("Heute" berichtete). (Lie)

Nav-AccountCreated with Sketch. Lie TimeCreated with Sketch.| Akt:
Sankt PöltenNewsNiederösterreichSpital

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema

CommentCreated with Sketch.Kommentieren