In den Salzburger Landeskliniken geht es abermals drunter und drüber. Wegen der vielen Omikron-Ausfälle macht sich akuter Personal-Mangel bemerkbar, teilweise müssen Patienten bereits abgewiesen werden, weil kein Bett mehr frei ist. Da der gerade überstandene Höhepunkt der Welle erst mit zwei Wochen Verspätung im Gesundheitswesen eintritt, kann sich die Lage weiter anspannen.
Auch abseits des Diensts haben es Bedienstete aktuell alles andere als leicht. Wie auch bei der Überlastung der Normal- und Intensivstationen ist einer der Hauptgründe die Impfgegnerschaft. Diese würden Medizinern der Salzburger Landeskliniken gegenüber immer wieder Morddrohungen aussprechen und aggressive Schriftzüge an den Gartenmauern anbringen, erzählt Geschäftsführer Paul Sungler in "salzburg.orf.at".
In den Spitälern müssten deswegen auch Wachdienstler im Einsatz sein, im Notfall wird außerdem sofort die Polizei verständigt. Ein eigens eingerichtetes Zutrittssystem macht es möglich, dass ausschließlich Mitarbeiter und Patienten in die Räumlichkeiten gelangen. Man sei vorsichtiger geworden, so Sungler.
Manche Impfgegner hätten eine "wahnhafte Wahrnehmung von Informationen", die "wissenschaftlich nicht belegbar" seien, ergänzt Christoph Fürthauer, Sprecher der niedergelassenen Ärzte. Holger Förster, Impfreferent der Salzburger Ärztekammer, stoppte wegen der verbalen Angriffe die Bewertungsplattform im Internet.