In den Reihen der ÖVP scheinen sich Gerüchte zu verdichten, wonach der neue Generalsekretär Werner Amon für die nächste Nationalratswahl lieber Außenminister Sebastian Kurz als Vizekanzler Reinhold Mitterlehner als Spitzenkandidaten sehen möchte.
In den Reihen der ÖVP scheinen sich Gerüchte zu verdichten, wonach der neue Generalsekretär Werner Amon für die nächste Nationalratswahl lieber als Spitzenkandidaten sehen möchte.
In der Ö1-Reihe "Journal zu Gast" sagte Werner Amon am Samstag dazu, dass dies eine Möglichkeit sei. Beschwichtigend fügte er dann an: "Aber ich gehe einmal davon aus, dass der jetzige Vizekanzler und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner der Spitzenkandidat ist".
Der 47-jährige Steirer ist seit 22 Jahren Parlamentarier und kommt aus dem ÖAAB. Amon soll die Partei breiter aufstellen und für einen eventuellen vorgezogenen Wahlkampf fit machen. Für manche ist Amon das erste Signal für einen Wechsel an der Parteispitze. Zwischen ihn und Reinhold Mitterlehner passe kein Blatt Papier, ist sich der Steirer trotzdem sicher.
Mindestsicherung gerecht verteilen
Kritik übte Amon am SPÖ-nahen Verfassungsrichter Johannes Schnizer wegen dessen Aussagen zur Aufhebung der Bundespräsidentenstichwahl. "Ich halte es nicht für hilfreich, wenn einzelne Richter an die Öffentlichkeit gehen und Privatmeinungen äußern."
Weiters müsse man die Monopol-Stellung des ORF hinterfragen. Beim Thema Mindestsicherung für Flüchtlinge fordert der ÖVP-Generalsekretär Gerechtigkeit. Es müsse einen Unterschied geben zwischen jenen, die ihr ganzes Leben gearbeitet hätten und eine Mindestpension bekommen und jenen, die zugezogen sind.