SPÖ lädt Sobotka und Kickl zu 12-Stunden-Tag am Bau

Rudolf Silvan, Spitzenkandidat der SPNÖ für die Nationalratswahl, lädt Wolfgang Sobotka und Herbert Kickl zum Probetag ein.
Rudolf Silvan, Spitzenkandidat der SPNÖ für die Nationalratswahl, lädt Wolfgang Sobotka und Herbert Kickl zum Probetag ein.Bild: Herbert Käfer

Mit September 2018 wurde die Arbeitszeitflexibilisierung eingeführt. SPNÖ-Spitzenkandidat für die Wahl, Rudolf Silvan, lädt nun FPÖ und ÖVP zum "Schuften" auf der Baustelle ein.

Seit 1. September 2018 gilt die von ÖVP, FPÖ und auch mit Stimmen der NEOS beschlossene "Arbeitszeitflexibilisierung", die 12-Stunden-Arbeitstage sowie 60-Stunden-Wochen ermöglicht.

Die SPÖ machte damals mit allen Mitteln gegen den Beschluss mobil, wurde aber überstimmt.

Wie berichtet, nehmen bereits bis zu 30 Prozent der Unternehmer die Möglichkeit, 12-Stunden-Tage fallweise einzuführen, wahr – mehr dazu hier.

Einladung zum Probearbeiten

Um zu zeigen, wie es ist, zwölf Stunden am Tag auf einer Baustelle zu "hackeln", lädt SPNÖ-Spitzenkandidat für die Nationalratswahl und Landes-Manager der Gewerkschaft Bau-Holz, Rudi Silvan, jetzt Wolfgang Sobotka (er ist Spitzenkandidat der Türkisen in NÖ) und Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPNÖ-Spitzenkandidat) zu einem Probetag.

"Die beiden Herrschaften wissen scheinbar nicht, was es heißt, zwölf Stunden auf einer Baustelle arbeiten zu müssen. ÖVP und FPÖ stellen sich blind, wenn es um Arbeitnehmerrechte geht und haben lediglich die Interessen der Großkonzerne im Blick", ist Silvan überzeugt.

"Nur auf Arbeitgeber geschaut, nicht auf Arbeitnehmer"

Silvan betont, per se nicht gegen ein geändertes Arbeitszeitgesetz zu sein, aber: "Wenn Arbeitnehmer zwölf Stunden pro Tag arbeiten, dann sollen sie auch das Recht auf eine Vier-Tage-Woche haben. Genügend Ruhezeiten und Erholungsphasen sind enorm wichtig, um auch das Verletzungsrisiko gering zu halten. Die Konzentration schwindet mit zunehmender Arbeitsdauer zusehends." Er sieht Ungerechtigkeiten, weil über die Rechte der Arbeitnehmer drübergefahren und das Hauptaugenmerk auf Erleichterungen für Arbeitgeber gelegt worden sei.

"Das möchte ich Sobotka und Kickl, die offensichtlich keine Ahnung vom Arbeitsalltag eines Hacklers zu haben scheinen, zeigen. Denn augenscheinlich wissen die beiden und ihre Parteien nicht, was sie mit dieser Regelung tun und haben absolut keinen Plan davon, was es heißt zwölf Stunden lang auf einer Baustelle zu arbeiten", so Silvan.

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