SPÖ-Landeschefs küren Kern zum neuen Kanzler

Es ist offiziell: Wiens SPÖ-Chef Michael Häupl hat nach dem Treffen der Landeschefs Christian Kern als neuen Parteichef und Bundeskanzler bekanntgegeben. Zuvor war Kern bei Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg.

Es ist offiziell: Wiens SPÖ-Chef Michael Häupl hat nach dem Treffen der Landeschefs  als neuen Parteichef und Bundeskanzler bekanntgegeben. Zuvor war Kern bei Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg. Interessant: Kern hat laut Parteiaussagen freie Hand bei seiner Personalauswahl, mindestens 40 Prozent des Teams soll aus Frauen bestehen.

Wiens Bürgermeister Michael Häupl hatte als Interims-SPÖ-Chef hat die acht roten Landeschefs zu sich geholt. Das Treffen, zu dem auch Gewerkschaftsvertreter und Klubspitze geladen wurden, fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Am Nachmittag gab Häupl bekannt, dass Kern einstimmig zum neuen Parteichef gewählt wurde. Am Dienstag wird Kern dann im Parteivorstand bestätigt. Häupl selbst, der zuvor Medienmanager Gerhard Zeiler als Nachfolger präferiert hatte, schwenkte am Freitag um und stellte sich ebenfalls offen hinter Kern.

Erwartet wird, dass Kern einige Minister umbauen wird. Innerhalb der SPÖ ist man sich einig, dass Kern sein Team selbst zusammenstellen wird - siehe: . Sein Team könne sich Kern selbst auswählen, er habe freiue Hand, hieß es vom oberösterreichischen Landesparteichef Johann Kalliauer nach einer SPÖ-Sitzung.

Wieder Kritik von Lopatka

Danach holte sich der bisherige ÖBB-Chef den Segen der ÖVP, zum Bundeskanzler aufzusteigen. Kern wollte sich am Freitag auch mit Vizekanzler Reinhold Mitterlehner zu einem Vier-Augen-Gespräch treffen. 

Mitterlehner, der seine Minister nicht austauschen will, fand für den designierten SPÖ-Chef nur lobende Worte - ganz im Gegensatz zu ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka. Dieser kritisierte Kern erneut, nachdem er den . In Kerns Zeit beim Verbund sei es zu Millionen-Verlusten in Frankreich gekommen. ÖVP-Generalsekretär McDonald bezeichnete Lopatkas Kritik am Donnerstag als "alten Stil".

Wirtschaft erwartet sich Aufschwung

Wirtschaftsvertreter hoffen, dass unter Kern die Bürokratie abgebaut, der Standort Österreich gestärkt und die Rekordarbeitslosigkeit gesenkt werden.

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