SPÖ will flächendeckende Corona-Tests

SPÖ-Chefin Rendi-Wagner fordert flächendeckende Tests, um Corona-Infizierte rascher identifizieren und isolieren zu können.
Um der Pandemie Herr zu werden, schlägt Pamela Rendi-Wagner vor, jeden Österreicher auf Covid-19 testen zu lassen. "Je mehr Tests durchgeführt werden, desto besser die Kontrolle der Ausbreitung des Virus. Dazu müssen dringend alle freien Laborkapazitäten des Landes genutzt werden", so die SPÖ-Vorsitzende im APA-Interview.

Nach dem Vorbild Chinas



Erfahrungen aus China und Südkorea, wo rigorose Corona-Testungen zu einer schnellen Isolierung führten, hätten gezeigt, dass damit eine Weiteransteckung verhindert werden könne. Häufig sind die symptomlosen Infizierten unwissentlich die Hauptverbreiter des Virus.

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So sei die chinesische Gemeinde Vo nach den ersten zwei Corona-Infizierten unter Quarantäne gestellt und alle 3.000 Bewohner getestet worden. Bei 66 ist das Virus nachgewiesen worden, obwohl sie symptomlos waren. Diese 66 sind komplett isoliert worden. Zwei Wochen später sind es nur mehr sechs Infizierte gewesen, alle symptomlos.



Auch die norditalienische Region Venetien führt derzeit flächendeckende Corona-Tests durch. Neben den Familien, Freunden und allen Kontakte von Infizierten, werden auch alle Personen im Gebäude sowie die gesamte Nachbarschaft im Umkreis von 50 Metern getestet.

Verteilung von Schutzanzügen koordinieren



Außerdem fordert Rendi-Wagner, die als Ärztin selbst im Bereich der Impfprävention und Tropenmedizin forschte, eine zentrale Koordination der Verteilung von Schutzausrüstungen. "Vor allem das Gesundheitspersonal ist einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu vermeiden, müssen alle Hebel in Gang gesetzt werden, um Spitäler und niedergelassene Ärzte mit Schutzausrüstung auszustatten."



Das medizinische Personal müsse auch dringend informiert werden, ob und wann mehr Schutzausrüstung geliefert werden. Nur das schaffe Planungssicherheit für die Spitäler, damit genügend Kapazitäten auch zur notwendigen Bevorratung bereitgestellt werden können.

Wie "Heute" berichtete, sollen zwei AUA-Maschinen mit 130 Tonnen medizinischer Schutzausrüstung aus China demnächst in Wien-Schwechat landen.





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