Wiener SPÖ verlegt Maiaufmarsch ins Internet

Der Maiaufmarsch wird heuer nicht in seiner geplanten Form stattfinden.
Der Maiaufmarsch wird heuer nicht in seiner geplanten Form stattfinden.Bild: Video3

Es hat sich abgezeichnet, seit Montag ist es offiziell: Die Wiener SPÖ hat ihren Landesparteitag abgesagt. Auch der 1. Mai findet nicht wie geplant statt.

Dieses Bild wird für viele Wiener ein ungewohntes sein: Wegen der Coronakrise wird es heuer keinen Maiaufmarsch geben, der Rathausplatz wird daher am 1. Mai leer bleiben. Diese Entscheidung hat Montagvormittag Landesparteisekretärin Barbara Novak (SPÖ) in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Diese Entscheidung ist der Partei sichtlich schwer gefallen, Novak gab zu, nie gedacht zu haben, einmal in diese Situation kommen zu müssen. Schließlich gelte der 1. Mai als "Hochamt der Sozialdemokratie", so Novak. Den Zusammenhalt zwischen den Arbeitnehmern, worum es beim Aufmarsch geht, will die SPÖ aber auch in Zeiten des Virus hoch halten, daher soll die traditionsreiche Veranstaltung heuer ins Internet verlegt werden.

Aufmarsch wird ins Wohnzimmer verlegt

Geplant ist eine 90-minütige Schau im Fernsehen und ein Livestream im Internet. Damit soll der 1. Mai ins „Wohnzimmer unserer Mitkämpfer" gebracht werden, erklärt die Parteisekretärin. Darüber hinaus soll es weitere Möglichkeiten geben, den 1. Mai virtuell hochzuhalten. Geplant sind etwa Solidaritätskundgebungen. Auch Kulturangebote, die normalerweise im Prater stattfinden, sollen im TV übertragen werden. Näheres wollte Novak aber noch nicht verraten.

Landesparteitag wird abgesagt

Der 1. Mai ist nicht die einzige politische Veranstaltung, die die SPÖ absagen muss. Auch der Landesparteitag wird nicht stattfinden. Wie berichtet, hat die Partei darüber per E-Mail abstimmen lassen. Eine Antragskonferenz soll im Herbst eingeschoben werden, der nächste Landesparteitag findet dann wieder 2021 statt.

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