SPÖ und Neos für drittes Geschlecht, FPÖ dagegen

Debatte um drittes Geschlecht auch in Österreich.
Debatte um drittes Geschlecht auch in Österreich.Bild: iStock

Deutschland machte es vor, Österreich könnte folgen: Die Volksanwaltschaft forderte am Donnerstag die Einführung eines dritten Geschlechts. Neos und SPÖ stimmen zu.

SPÖ-Klubchef Andreas Schieder und der stellvertretende Neos-Klubobmann Niki Scherak sprechen sich klar für die Einführung einer dritten Option neben "männlich" und "weiblich" aus. Sie stimmen damit der Forderung der Volksanwaltschaft und der Bioethikkommission zu und hoffen auf einen baldigen Beschluss im Parlament.

Rot und Pink wollen zudem eine Initiative im Nationalrat starten und nicht auf die für 2018 angekündigte Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs warten. "Wir würden uns einer Diskussion nicht verschließen. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht", sagt Scherak im "Ö1"-Gespräch.

Während sich die ÖVP bislang nicht zum Thema geäußert hat, zeigt sich die FPÖ wenig überraschend ablehnend. Gesundheitssprecherin der Blauen, Dagmar Belakowitsch, meint laut "Ö1", dass Menschen, "die ihren Weg nicht finden, einfach nicht zuordenbar bleiben sollen."

Debatte nach Vorbild Deutschland

Das deutsche Verfassungsgericht hat am Mittwoch die Einführung eines dritten Geschlechts ("inter") im Geburtenregister beschlossen. Beim österreichischen Verfassungsgerichtshof (VfGH) ist derzeit ein ähnliches Verfahren anhängig. Eine Entscheidung wurde für 2018 angekündigt.

In Österreich werden jährlich rund 30 Kinder geboren, deren Geschlechtsmerkmale nicht den gängigen Normen für männlich oder weiblich entsprechen.

(ek)

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