Am Donnerstag startete die traditionelle Klausur des SPÖ-Rathausklubs. Der erste Tag stand im Zeichen der EU-Wahl, brachte aber auch einige Spitzen gegen den grünen Koalitionspartner.
Rot und Grün betonen gerne das harmonische Verhältnis in der Koalition. Bei der SPÖ-Klausur im burgenländischen Rust klang aber doch auch Kritik am grünen Juniorpartner durch. Als "Sprachrohr" fungierte Klubobmann Rudolf Schicker. Die "Spontanideen" der Grünen wie etwa die Aufhebung der Wintersperre für Schanigärten sei unüberlegt, kritisierte er.
Er ist überzeugt, dass die SPÖ Projekte wie die Ausweitung des Parkpickerls oder die Verkehrsberuhigung der Mariahilfer Straße professioneller umgesetzt hätte. Denn, so Schicker: "Wir sind Profis in der Kommunalpolitik." Daher strebe man bei der Wien-Wahl im nächsten Jahr wieder die absolute Mehrheit an. Mit welchen Projekten die SPÖ dieses Ziel erreichen will, werden die Stadträte heute der Öffentlichkeit präsentieren.