SPÖ fordert höhere Löhne und Arbeitszeit-Verkürzung

Eva-Maria Holzleitner
Eva-Maria HolzleitnerMichael Indra / SEPA.Media / picturedesk.com
Die SPÖ setzt sich für eine gerechtere Arbeitswelt ein. Vor allem Frauen seien derzeit stark benachteiligt.

Schon vor ein paar Wochen forderten Gewerkschaft und AK setzen ein neues Familienarbeitszeit-Modell. Beide Eltern sollen bei Reduzierung der Arbeitszeit eine staatliche Förderung erhalten. So soll es eine Pauschale von 250 Euro pro Elternteil im Monat geben, wenn die Arbeitszeit 28-32 Stunden pro Woche beträgt, "Heute" berichtete.

Auch die SPÖ macht sich für gerechtere Arbeitsbedingungen stark. Im Rahmen der Sommertour "Feministinnen am Zug" fährt SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner gemeinsam mit Frauengeschäftsführerin Ruth Manninger durch ganz Österreich. Beim Stopp in Lienz stellten sie das Thema gerechte Arbeitswelt in den Fokus.

"Halbe-halbe Modell"

Frauen werden nicht nur für ihre Arbeit schlechter bezahlt als Männer, sie arbeiten insgesamt mehr – allerdings zu einem viel größeren Anteil ohne Bezahlung. "In Österreich sind besonders viele Frauen teilzeitbeschäftigt. Oft nicht aus Freiwilligkeit, sondern weil ihnen durch Mehrfachbelastung, neben Kinderbetreuung, Pflege und Co. nichts anderes übrig bleibt", erklärt Holzleitner in einer Aussendung.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.

In Lienz sind 67 Prozent der Männer, aber nur 30 Prozent der Frauen ganzjährig Vollzeit beschäftigt. "Die gerechte Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit ist mir daher besonders wichtig. Fördern können wir das z.B. mit einem Halbe-halbe-Modell und einer Verkürzung der Arbeitszeit", schildert Nationalratsabgeordneter Selma Yildirim. Sie fordert außerdem ein Lohntransparenzgesetz nach dem Vorbild Islands: "Eine gesetzliche Regelung kann hier Ungleichbehandlungen aufzeigen und diese somit beseitigen."

Weg von der Mindestpension

Vor allem während der Corona-Pandemie hatten Frauen mit einer Doppelbelastung zu kämpfen. Ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz sei ein wesentlicher Schritt am Weg zu einer gerechteren Arbeitswelt.

Dass Frauen aufgrund von Betreuungspflichten oft in der Mindestpension landen, ist für Landtagsabgeordneten Elisabeth Blanik nicht hinnehmbar. "Das zu beseitigen, ist eines der großen politischen Ziele, für die ich kämpfe." Der von Schwarz-Blau ausgedehnte Durchrechnungszeitraum gehört dazu wieder verkürzt.

Nav-Account red Time| Akt:
SPÖFrauenArbeit

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen