Die SPÖ kämpft weiter um ein Wachzimmer am Bahnhof in Wr. Neustadt. In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage sehen die Sozialdemokraten mehr als deutlich ihre Forderung nach mehr Polizei bestätigt. Seit der Errichtung der Schutzzone 2017 wurden 2.834 Wegweisungen und Betretungsverbote ausgesprochen. „Das sind fast dreimal so viele wie in allen anderen Schutzzonen in Niederösterreich zusammen“, sagt SPÖ-Nationalrätin Petra Vorderwinkler. Sie teilt auch mit, dass es seit Jahresbeginn 2020 653 Polizeieinsätze am Bahnhof gab.
Für sie und ihre Parteikollegen in Wiener Neustadt ist nach der Beantwortung der parlamentarischen Anfrage durch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) klar: „Es ist höchste Zeit zum Handeln!“ Konkret meint sie damit die Wiedererrichtung des Wachzimmers am Bahnhof. „Dass die Sicherheitslage, um die sich viele sorgen, kein subjektives Gefühl ist, sollte mit den neuen Zahlen belegt sein“, so SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger.
Doch wie berichtet erteilte die regierende ÖVP den Wünschen der Sozialdemokraten trotz einer Petition mit 2.000 Unterstützern eine Absage. Die Schutzzone sein ausreichend, die Kriminalitätsstatistiken würden besser werden - mehr dazu hier. Auch seitens der Grünen und der FPÖ bekommt die SPÖ bei ihrem Anliegen keine Unterstützung.