Seit einiger Zeit wird in Wr. Neustadt über ein Wachzimmer am Bahnhof diskutiert. Federführend ist dabei die SPÖ um Vize-Bürgermeister Rainer Spenger. Doch wie berichtet erteilte die regierende ÖVP den Wünschen der Sozialdemokraten trotz einer Petition mit 2.000 Unterstützern eine Absage. Die Schutzzone sein ausreichend, die Kriminalitätsstatistiken würden besser werden - mehr dazu hier.
Auch seitens der Grünen und der FPÖ bekommt die SPÖ bei ihrem Anliegen keine Unterstützung. Die Haltung von FPÖ und Grünen zu diesem Thema kann Spenger nicht verstehen: "Als quasi Pflichtverteidiger des Innenministers ist es verständlich, dass die ÖVP gegen dieses Wachzimmer ist. Aber, dass weder die FPÖ mit Sicherheitsstadtrat Michael Schnedlitz noch die Grünen, die durch Tanja Windbüchler-Souschill 2009 im Parlament sogar eine 'Petition zur Erhöhung der Planstellen der Exekutivbeamten in Wiener Neustadt und die Wiedereröffnung einer Polizeiinspektion' im Parlament eingebracht haben, unserer Forderung zustimmen, ist unverständlich."
Mit elf von 40 Mandaten im Gemeinderat steht man auf verlorenem (Wach-)Posten. Dennoch will die SPÖ alle Register ziehen. Ein Sicherheitsbeirat soll einberufen werden, außerdem wird die SPÖ-Bezirksvorsitzende und Nationalratsabgeordnete Petra Vorderwinkler einen Entschließungsantrag betreffend "Wiedereröffnung des Wachzimmers am Bahnhof Wiener Neustadt" sowie eine Petition zum selben Thema im österreichischen Parlament einbringen. Ebenso ist eine Anfrage an den Innenminister geplant.
"Die Bevölkerung, aber auch die zahlreichen PendlerInnen auf diesem Bahnhof fühlen sich nicht mehr sicher. Das kann in einem Staat wie Österreich von der Politik und den zuständigen Institutionen nicht einfach weiter hingenommen werden. Jetzt gilt es keine Zeit mehr zu verlieren - jeder Mensch hat ein Recht auf Sicherheit!", bekräftigt die SPÖ-Politikerin ihren Einsatz für das Wachzimmer.