SPÖ knackt in neuer Umfrage die 30%, ÖVP stürzt ab

Die erste gewählte Kanzlerin? Vorsichtige Jubelstimmung ist bei SPÖ-Chefin Rendi-Wagner jedenfalls angebracht.
Die erste gewählte Kanzlerin? Vorsichtige Jubelstimmung ist bei SPÖ-Chefin Rendi-Wagner jedenfalls angebracht.Helmut Graf
Während die ÖVP beinahe auf Rang 3 fällt, knackt die SPÖ in einer aktuellen Sonntagsfrage erstmals die magische 30-Prozent-Marke.

Im September war die türkise Welt noch in Ordnung. Ein satter Vorsprung von 14 Prozent auf die zweitplatzierte SPÖ, die sich in Fragen wie Corona-Maßnahmen immer wieder uneins zeigte. Was dann folgte, kann auf Wikipedia unter dem Titel "ÖVP-Korruptionsaffäre" nachgelesen werden. Sebastian Kurz tritt zur Seite, dann zurück, Alexander Schallenberg auf das Podest, wobei die oberste Stufe immer tiefer zur zweiten hinabrutscht.

Türkiser Absturz

Ein Monat später, am 12. November, ist es dann so weit: In einer "Heute"-Umfrage von Unique Research ist die SPÖ erstmals sei 2013 wieder auf Rang 1. Recht spontan tritt dann auch Bundeskanzler Alexander Schallenberg zurück, Karl Nehammer übernimmt. Was folgt, ist nicht Stabilität, sondern weitere Rücktritte, meist völlig aus dem Nichts.

Während die ÖVP in Personalnot gerät, alle paar Wochen einen neuen Minister oder einen neuen Landeshauptmann suchen muss, zieht die SPÖ immer weiter davon. Gegen die Teuerung, die gerade unser Leben bestimmt, trauen die meisten Menschen Pamela Rendi-Wagner die beste Lösung zu. Ende März kratzt die SPÖ in der großen "Heute"-Umfrage mit 29 Prozent bereits an der 30er-Marke.

30er-Marke geknackt

Nun ist es geschehen. Die jüngste Umfrage von IFDD für die "Kronen Zeitung" weist der SPÖ einen Wert von 31 Prozent in der Sonntagsfrage aus. Im Vergleich zur letzten Umfrage vom 5. Mai verliert die ÖVP abermals ganze zwei Prozent und kommt nur mehr auf 21. Damit läuft man gar Gefahr, von der FPÖ eingeholt zu werden, die mit 20 Prozent an den Fersen lauert.

Auf Rang 4 folgt NEOS mit 11 Prozent, die Grünen kommen auf 9 Prozent, die MFG auf 5, Sonstige auf 3 Prozent. Mögliche Koalitionen: SPÖ-NEOS-Grüne mit 51 Prozent, SPÖ-FPÖ ebenfalls mit 51 Prozent oder die Große Koalition mit 52 Prozent. Klar keine Mehrheit hätten die letzte türkis-blaue Regierung mit 41 Prozent, noch unbeliebter ist sogar die aktuelle türkis-grüne Regierung mit nur mehr 30 Prozent.

Befragt wurden 1.250 Österreicher online in der Zeit von 7. bis 11. Juni. Die Schwankungsbreite beträgt 2,8 Prozent.

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