SPÖ will, dass sich VdB ändert – sonst "Krise"

Alexander Van der Bellen mit seiner Frau Doris Schmidauer bei der Stimmabgabe.
Alexander Van der Bellen mit seiner Frau Doris Schmidauer bei der Stimmabgabe.Denise Auer
Die SPÖ in Oberösterreich gratuliert Alexander Van der Bellen, will aber Änderungen. FPÖ-Chef Haimbuchner sagt zu "Heute", dass er sich "nicht freut".

Oberösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Michael Lindner gratulierte am Sonntagabend Alexander van der Bellen zwar, sagte aber auch, die Wiederwahl sei "ein Auftrag für eine entschlossenere Amtsführung gegenüber der Bundesregierung, die laut allen Umfragen das Vertrauen der Mehrheit der Menschen verloren hat".

"Demokratiekrise"

Es brauche jetzt ein entschlossenes Handeln zur Bekämpfung der Teuerung und für eine Politik für die Mehrheit. Lindner fordert: "Dazu muss auch der Bundespräsident eine noch aktivere Rolle spielen. Denn wenn viele Menschen das Gefühl haben, dass sie mit ihren Problemen wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden, dann zeigt das eine tiefe Vertrauenskrise gegenüber den Regierenden". Das könne "sehr schnell in eine Demokratiekrise umschlagen und dazu darf es nicht kommen".

Die ÖVP von Landeshauptmann Thomas Stelzer gratulierte ebenfalls, sagte: "Wir sind in einer Phase, in der es Stabilität braucht. Dem Bundespräsidenten kommt gerade in einer solchen Zeit eine wichtige und staatstragende Rolle zu".

Es brauchte ein besonderes Fingerspitzengefühl und gute Übersicht. "Mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen habe ich als Landeshauptmann bisher schon sehr gut zusammengearbeitet und ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch weiter der Fall sein wird", so Stelzer.

"Auch wenn ich mich nicht freue"

FPOÖ-Chef Manfred Haimbuchner sagt im Interview mit "Heute": "Ich gratuliere Walter Rosenkranz zum respektablen zweiten Platz". Über Van der Bellens Sieg sagte er: "Das habe ich als Demokrat anzuerkennen, auch wenn ich mich nicht darüber freue."

Die Grünen freuten sich über den Wahlsieg. "Die Wähler:innen haben ihre Stimme der Stabilität und umsichtigen Staatsführung gegeben. Und dafür danken wir zutiefst", so Landes-Chef Stefan Kaineder. "Sie haben unzweifelhaft dafür gesorgt, dass Besonnenheit, Erfahrung und Kompetenz das Land durch diese stürmischen Zeiten führen. Sie haben nicht Populismus und Abschottung gewählt, sondern Verantwortungsbewusstsein, Ausgleich und internationale Reputation".

Bundespräsident Alexander van der Bellen werde als große Persönlichkeit das Land auch weiterhin sicher führen, wie er es bis jetzt getan hat, so Kaineder.

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