Sportplatz plötzlich doppelt so teuer

Innerhalb eines Jahres wurde Sportplatz doppelt so teuer.
Innerhalb eines Jahres wurde Sportplatz doppelt so teuer.Neos
2018 wollte Linz einen Sportplatz um 1,2 Mio. Euro an die Gewerkschaft verkaufen. 20 Monate später verlangt man den doppelten Preis.

Es ist eine wundersame Vermehrung, die da stattgefunden hat. Im Oktober 2018 wollte die Stadt Linz einen Sportplatz in der Semmelweisstraße 29 an die Gewerkschaft "younuion" (sie vertritt auch die Magistratsmitarbeiter) verkaufen. Das ist deswegen interessant, weil der Pächter des Grundstücks (zwei Fußballfelder, zwei Tennisfelder und ein schmuckes Klubhaus) der Magistratssportverein ist. Der Pachtvertrag läuft eigentlich noch 19 Jahre.

Für das 15.472 Quadratmeter große Areal wollte die Stadt damals bescheidene 1,2 Millionen Euro. Das habe ein unabhängiger Immobiliengutachter empfohlen, hieß es zumindest 2018.

2018 kostete Areal 1,2 Millionen Euro

Nachdem "Heute" den Deal publik gemacht hatte, wurde des Geschäft auf Eis gelegt. Doch nicht lange, denn nun unternehmen Stadt Linz, in der Person von Liegenschafts-Stadträtin Regina Fechter von der SPÖ, und Gewerkschaft einen neuen Anlauf. 

2020 kostet Areal 2,3 Millionen Euro

Was allerdings noch viel mehr überrascht: Der Preis hat sich in den vergangenen 20 Monaten beinahe verdoppelt. Denn nun verlangt die Stadt immerhin 2,3 Millionen Euro. Das wären 148,66 Euro pro Quadratmeter. Vor 20 Monaten waren es nur 80 Euro pro Quadratmeter.

Diesen Sportplatz will die Stadt Linz an die Gewerkschaft verkaufen.
Diesen Sportplatz will die Stadt Linz an die Gewerkschaft verkaufen.Neos

Zudem verpflichtet sich die Gewerkschaft, das Areal bis 2043 nicht umwidmen zu wollen. Geschieht dies doch, wäre im Nachhinein ein Preis von 450 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen. Heißt, die Gewerkschaft müsse dann noch einmal rund 4,7 Millionen Euro an die Stadt Linz zahlen.

Kritik am Verkauf

Doch der Verkauf stößt auch 2020 nicht überall auf Gegenliebe. "Dieses absolut strategische Grundstück an der Semmelweisstraße darf nicht für eine schnelle Geldbeschaffungsaktion verschleudert werden", kritisiert Neos-Klubchef Lorenz Potocnik den Deal. "Auf einem anderen Blatt steht, warum eine SPÖ-nahe Gewerkschaft wie die younion es schafft, solche millionenschweren Investitionskäufe zu tätigen. Das Geld der Beiträge wäre wohl besser bei den 150.000 Mitgliedern aufgehoben als bei einem fragwürdigen, spekulativen Grundstücksgeschäft", fragt er sich zudem…

Das Geschäft muss allerdings ohnedies noch im Gemeinderat am 2. Juli beschlossen werden.

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