Änderungen in der Musikbranche

Spotify greift durch: KI-Künstler fliegen raus

Ab Mitte September werden künstlich erstellte Musikerprofile deutlich gekennzeichnet. Für die virtuellen Stars hat das auch Folgen.
Heute Entertainment
12.08.2026, 12:38
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Spotify zieht eine klare Linie zwischen Mensch und Maschine: Der Streaming-Riese will künftig Profile kennzeichnen, hinter denen keine echten Künstler, sondern KI-generierte Figuren stecken. Ab Mitte September soll ein neues "AI-Persona"-Label für mehr Klarheit sorgen.

Auslöser waren Bedenken von Nutzern. Denn auf Spotify tauchen immer wieder Künstlerprofile auf, die auf den ersten Blick täuschend echt wirken – obwohl die vermeintlichen Musiker ausschließlich mithilfe Künstlicher Intelligenz erschaffen wurden.

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Die neue Kennzeichnung soll deshalb gleich an mehreren Stellen sichtbar werden: auf Bannern und Profilseiten, in den Suchergebnissen sowie innerhalb von Playlists.

Auch KI-Bilder kommen unter die Lupe

Profilbetreiber können ab sofort selbst angeben, wenn hinter ihrem Auftritt eine KI-Figur steckt. Spotify will aber auch selbst genauer hinschauen. Besonders Profile mit fotorealistischen, KI-generierten Bildern sollen überprüft werden.

Für virtuelle Künstler könnte die Einstufung spürbare Folgen haben: Als KI-Figuren gekennzeichnete Profile sollen grundsätzlich nicht mehr in redaktionellen oder algorithmischen Empfehlungen auftauchen. Eine Ausnahme gibt es, wenn Nutzer der jeweiligen Kunstfigur bereits folgen.

Wer von Spotify als KI-Persona eingestuft wird, soll darüber informiert werden und gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen können.

Wichtig: Das Label sagt nicht automatisch etwas über die Musik selbst aus. Es kennzeichnet lediglich die öffentliche Identität hinter einem Künstlerprofil. Ein echter Musiker, der KI bei der Produktion seiner Songs verwendet, wird dadurch also nicht automatisch zur "AI-Persona".

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