Spott nach Fanpost von Linda (6) an Kurz

Eine 6-Jährige schreibt Sebastian Kurz einen Brief, in dem sie seine Abwahl bedauert. Twitter-Nutzer wittern einen Fake.
Die Abwahl von Sebastian Kurz habe sie "traurig und wütend" gemacht. Das schreibt die 6-jährige Linda in einem Brief, den sie dem ÖVP-Parteiobmann auf seiner Wahl in Graz persönlich überreichte.

Kurz war gerührt, sein Social-Media-Team veröffentlichte Fotos der Begegnung mit dem Mädchen auf Instagram. "Hier hat Sebastian Linda getroffen. Sie ist 6 Jahre alt und setzt sich schon, seit sie 4 Jahre alt ist, für Sebastian und sein Team ein!", lautet der Kommentar zum Foto.

Auch ein Foto der Fanpost schaffte es in Kurz' Instagram-Storys. Zu sehen: Bunte Krakel-Schrift auf kariertem Papier, jedes Wort in einer anderen Farbe, rote Herzen am Rand. "Herzzerreißend!", kommentierte eine Boulevard-Zeitung die Szene.

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Nun jedoch häufen sich spöttische Reaktionen im Netz. "Eine 6-Jährige schreibt in Lateinschrift? Wer soll das glauben?", fragt ein Twitter-Nutzer. Ein anderer nimmt auf das Datum Bezug, das in roter Schrift über dem Brief prangt.

"Kurz wurde am 27.05. abgewählt. Ein Kind, das mit 6 Jahren bereits derart perfekte Lateinschrift beherrscht, schreibt am 20.05. diesen Brief. Sie muss eine Hellseherin sein!", spottet er.





Jetzt-Gründer Peter Pilz erhebt unter dem Hashtag #FakeLinda ebenfalls Fälschungsvorwürfe.

Und auch Ex-SPÖ-Chef Christian macht keinen Hehl daraus, dass er nicht an die Authentizität des Briefs glaubt: Vergnügt teilt er ein Video eines Kleinkindes, das mit einem Bogen unbeholfen eine Geige bearbeitet. "Mein 2-jähriger Sohn wollte mit einer kleinen Sonate die Trauer über Ihre Abwahl zu Ausdruck bringen. Er ist sehr betroffen. Es ist rührend. Er ist ihr Fan, seit er 6 Wochen alt ist", so der satirische Text zum Video.





ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer hält derweil in einem Tweet fest: "Linda hat Sebastian einen Brief geschrieben. Das freut uns. Normale Menschen finden das auch rührend."

(red)

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