Ein Pariser Müllmann hat am Montagnachmittag eine Sprengstoffweste, wie sie auch die Selbstmordattentäter am 13. November verwendet haben, entdeckt. Paris möchte die Videoüberwachung forcieren und Frankreich versucht, mit neuen Finanzregeln den Geldfluss in Richtung Terroristen zu stoppen.
Ein Pariser Müllmann hat am Montagnachmittag eine Sprengstoffweste, wie sie auch die am 13. November verwendet haben, entdeckt. Paris möchte die Videoüberwachung forcieren und Frankreich versucht, mit neuen Finanzregeln den Geldfluss in Richtung Terroristen zu stoppen.
Der Müllmann entdeckte den verdächtigen Gegenstand am Nachmittag in einem Mistkübel im südlichen Pariser Vorort Montrouge. Am Abend bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft, dass es sich um einen Sprengstoffgürtel handelt. Er weise "die gleiche Anordnung" wie die Sprengstoffwesten der Terroristen auf, hieß es aus Polizeikreisen. Neben Sprengstoff enthielt das Fundstück auch Metallteile.
Möglicherweise besteht eine direkte Verbindung zwischen dem Fundstück und dem in Belgien vermuteten Terrorverdächtigen . Sein Handy war in Chatillon, einer Nachbargemeinde von Montrouge, geortet worden. Der Bruder des Verdächtigen, Brahim, hatte sich in einem Restaurant in die Luft gesprängt.
Videoüberwachung soll ausgebaut werden
In Paris ist eine Debatte über verstärkte Videoüberwachung entbrannt. Die Vorstellungen klaffen weit auseinander. Während die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo 165 Kameras installieren lassen will, fordern die Konservativen 1000 Kameras.
Frankreich will Terroristen Geldhahn zudrehen
Die französische Regierung möchte mit mehreren Maßnahmen erreichen, dass es für Terroristen schwerer wird, in Frankreich an Geld zu kommen.
Die Maximalsumme, die mit Prepaid-Bankkarten abgehoben werden kann, soll begrenzt werden. Diese wären bei den Vorbereitungen der Terroranschläge zum Einsatz gekommen, sagte das Finanzministerium. Bisher konnten mit nicht wieder aufladbaren Karten 250 Euro und mit aufladbarer Karte bis zu 2500 Euro im Jahr behoben werden.
Auch Geldwäsche soll erschwert werden. Ab Jänner soll es nur mehr mit Ausweis erlaubt sein, Beträge über 1000 Euro zu wechseln. Reisende müssen eine Zollerklärung machen, wenn sie 10.000 Euro oder mehr Geld mitnehmen.