Life

Spritliebende Spinnen sorgen für Mazda6-Rückruf

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:39

Der japanische Autohersteller Mazda muss in Nordamerika 42.000 Fahrzeuge des Typs Mazda6 zurückbeordern. Spinnen, die Spritgeruch lieben, nisten sich ein und können sogar Wagenbrände verursachen.

Betroffen sind Fahrzeuge der Baujahre 2010 bis 2012 mit einem 2,5-Liter-Motor, die im Mazda-Werk in Flat Rock (US-Bundesstaat Michigan) gefertigt wurden. Europäische Modelle sind laut derzeitigem Stand nicht betroffen.

Das Problem klingt eher kurios, kann aber böse enden. Die amerikanische Dornfingerspinne liebt offensichtlich den Geruch von Benzin. In mehreren Fällen ist es den Achtbeinern gelungen, in das Benzinleitungssystem, teilweise bis zum Motor oder Tank vorzudringen und dort Netze zu weben. Diese verstopfen die Ventile und sorgen für Defekte - im schlimmsten Fall wird der Druck so hoch, dass der Benzintank birst und im schlimmsten Fall ein Autobrand entsteht.

Mazda hat dieses Problem nicht zum ersten Mal. Bereits 2011 wurden 65.000 Mazda6 der Baujahre 2009 und 2010 aus demselben Grund zurückgerufen. Damals bauten die Ingenieure eine Federklappe in die Leitung zum Benzintank. Da auch dies nichts half, änderte man die Motorensoftware dahingehend, dass der Druck trotz Spinnennetzen im Tank nicht zu groß wird. So will Mazda auch diesmal das Problem beheben.

Jetzt E-Paper lesen