Iran-Krieg schuld

Spritpreis-Schock: "Lange Schlangen an den Tankstellen"

Der Iran nimmt Raffinerien in Nahost und Öltanker an der Straße von Hormus ins Visier. Die Spritpreise steigen deshalb schon jetzt.
Newsdesk Heute
02.03.2026, 12:41
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Nicht nur auf weltpolitischer Ebene, sondern auch unmittelbar in Europa hat der neue Krieg im Iran Auswirkungen. Tausende Reisende sind gestrandet, die Börsenkurse rasseln in den Keller, mit Zypern sind sogar in einem EU-Land Raketen eingeschlagen.

Viele Autobesitzer rechnen außerdem mit kräftigen Preissteigerungen bei Benzin und Diesel. Deshalb fahren viele noch schnell zur Tankstelle und füllen ihre Tanks voll. Herbert Rabl, der Sprecher vom deutschen Tankstellen-Interessenverband, hat am Montag von einem regelrechten Ansturm auf die Tankstellen berichtet.

"Lange Schlangen an den Tankstellen"

"Überall in Deutschland gibt es lange Schlangen an den Tankstellen." Das sei schon am Sonntag so gewesen und werde am Montag weitergehen. "Alle Leute machen sich Sorgen", hat Rabl gegenüber der Nachrichtenagentur AFP gesagt.

Die Preise an den Zapfsäulen seien schon gestiegen und die Tankstellenpächter "rechnen fest damit, dass die Preise weiter steigen werden." Laut Rabl sei es "leider" auch zu erwarten, dass die großen Konzerne "noch einmal einen Schluck aus der Pulle nehmen werden." Sie würden noch einmal "zwei bis drei Prozent" auf die Preise draufschlagen, weil sie selbst wegen des Krieges mehr fürs Öl zahlen müssten.

Der Verband vertritt etwa 1.000 Tankstellen-Pächter in Deutschland. Auch der ADAC hat am Montagvormittag von einem starken Preisanstieg seit Freitag berichtet. Ein Liter Super E10 hat am Freitag im Schnitt 1,780 Euro gekostet, am Sonntag waren es schon 1,791 Euro und am Montagvormittag 1,830 Euro, wie eine Sprecherin gegenüber AFP erklärt hat. Beim Diesel ist der Preis von 1,749 Euro am Freitag auf 1,801 Euro am Montag gestiegen.

In Wien kostet ein Liter Super Montagmitag rund 1,60 Euro, der Liter Diesel ist um 1,65 Euro zu haben.

Preise steigen weiter

"Wir rechnen damit, dass es weiter nach oben geht", hat die Sprecherin gesagt. Durch den Iran-Krieg ist auch der Rohölpreis ordentlich gestiegen. Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt extrem wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet.

Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird jeden Tag über diese Route transportiert. Am Sonntag wurden dort drei Schiffe angegriffen, viele Reedereien haben den Verkehr durch die Passage bereits eingestellt.

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