Am Dienstag suchte die Polizei ein weiteres Mal gezielt in der Lauchert – dabei wurde die Leiche des seit Sonntag um 17 Uhr vermissten Mädchens gefunden und geborgen. Zuvor hatte ein Großaufgebot von Rettungseinheiten unter anderem der Wasserschutzpolizei und des Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG nach dem Mädchen gesucht. Dabei wurde auch ein Sonargerät eingesetzt. Das Mädchen wurde dann am Dienstagvormittag kurz vor elf Uhr in der eiskalten Lauchert entdeckt, die derzeit besonders viel Wasser führt. Die Leiche konnte "zweifelsfrei" identifiziert werden.
"Ein Spürhund hat Melissas Fährte aufgenommen. Die Spur endete am Fluss", sagte Polizeisprecherin Daniela Baier gegenüber der "Bild"-Zeitung. Taucher der Wasserschutzpolizei fanden dann die Leiche des Mädchens unweit seines Zuhauses in der Nähe des Ausgangs des Ortsteils Hitzkofen. Der Körper habe sich in einem "von außen nicht einsehbaren" Gestrüpp im Wasser befunden.
Die Polizei geht derzeit von einem tragischen Unfall aus. "Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis auf eine Straftat und haben auch keine konkreten Ermittlungen gegen irgendjemanden eingeleitet", sagte Polizeisprecher Christian Sugg. Dennoch wurde zur Spurensicherung das Elternhaus des Mädchens versiegelt. Auch ein Gerichtsmediziner ist in die Ermittlungen eingebunden.
Laut deutschen Medien handelt es sich bei den Eltern um ein Paar aus Moldawien, das vor etwa zwei Jahren zugezogen sei. Sie hatten ihre Tochter am Sontag um etwa 18.30 Uhr als vermisst gemeldet, nachdem sie selbst eineinhalb Stunden nach ihr gesucht hatten.