Fußball-Superstar Gareth Bale hat mit Real Madrid noch nicht abgeschlossen. Der Waliser ist aktuell an seinen Ex-Klub Tottenham Hotspur verliehen. Die Leihe läuft im Sommer aus, sein Vertrag bei den Madrilenen noch ein weiteres Jahr.
Nun hat sich der 31-Jährige über seine Situation geäußert und eine überraschende Aussage getätigt: "Der ursprüngliche Plan war es, nur eine Saison bei den Spurs zu machen und dann nach der EM hätte ich immer noch ein Jahr Vertrag bei Real Madrid."
Bale will es bei Real noch einmal versuchen. Die Spurs, jener Klub, bei dem er einst zum Star gereift und als Rekord-Transfer zum "Weißen Ballett" gewechselt war, soll nur eine Zwischenstation sein. Auch, um rechtzeitig zur EURO im Sommer fit zu sein.
Bei Real hatte er im Vorjahr unter Trainer Zinedine Zidane bekanntlich keine Rolle mehr gespielt. Die "Königlichen" sind aktuell nur Tabellendritter der La Liga. Womöglich spekuliert Bale bereits mit einem Führungswechsel bei Real, der ihm eine Rückkehr in die Stammelf ermöglichen könnte.
Weiters kommt hinzu, dass ein fixer Transfer nach Nordlondon wohl am Geld scheitern würde. Bale verdient rund 30 Millionen Euro pro Saison. Es ist fraglich, dass die Lilywhites diesen Etat ein weiteres Jahr stemmen wollen und könnten. Der Stadionneubau (eine Milliarde Euro) und die Corona-Krise haben dem Klub finanziell zugesetzt. Für eine Festverpflichtung wäre auch eine Ablöse fällig.
Die Leistungen der Spurs-Ikone sind zudem seit seiner Rückkehr nicht das, was sich Klub und Fans von ihm erhofft hatten. In den letzten Wochen konnte Bale seine langwierigen Verletzungsprobleme vorerst abschütteln und kam immer besser in Schwung. Das 1:2 im Nordlondonderby gegen Arsenal und das blamable Aus in der Europa League (0:3 gegen Dinamo Zagreb im Achtelfinale, nach 2:0 im Hinspiel) bewogen Startrainer Jose Mourinho zuletzt zu einem radikalen Umbau der Startelf. Ein weiterer Rückschritt für Bale. Der schien diesem zum Opfer zu fallen, saß zumindest beim 2:0-Sieg gegen Aston Villa am Sonntag über die volle Distanz nur auf der Bank.