St. Pöltner Brandstifter (58) in Anstalt eingewiesen

Zu 2,5 Jahren Haft und einer Einweisung wurde jener 58-Jährige verurteilt, der 2018 mehrere Brände an der St. Pöltner Josefstraße legte.

Im Mai 2018 hielt eine zunächst mysteriöse Brandserie die St. Pöltner Feuerwehr und die Bewohner der Josefstraße in Atem. Binnen weniger Tage brannte es etwa beim selben Wohnhaus gleich zwei Mal, die Feuerwehr konnte nur mit größter Mühe löschen. Es entstand dabei insgesamt ein Schaden von rund 185.000 Euro – "Heute" berichtete jeweils.

Der Verdacht, der von Anfang an Nahe lag, bestätigte sich schließlich. Die Brände waren vorsätzlich gelegt worden. Die Polizei konnte schließlich einen 58-jährigen Bewohner mit italienischer Staatsbürgerschaft als mutmaßlichen Feuerteufel ausforschen. Der wurde nun am Landesgericht in St. Pölten verurteilt. Zu 2,5 Jahren Haft und einer Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Lange Vorgeschichte

Der Italiener hatte die Vorwürfe stets bestritten. Zum Verhängnis wurde ihm, dass er bereits im April 2018 nach einem Brand in Neulengbach vor Gericht stand, aber mangels Beweisen damals freigesprochen wurde. Bei den St. Pöltner Bränden hatte er teilweise selbst die Polizei verständigt. Außerdem war der Mann bereits vierfach (teilweise einschlägig) vorbestraft.

Der Gerichtspsychiater attestierte dem 58-Jährigen eine kombinierte Persönlichkeitsstörung – die in Kombination mit Alkohol und Medikamentenmissbrauch im wahrsten Sinne brandgefährlich ist. Deshalb entschied sich der Richter für die Einweisung in eine Anstalt. Unklar ist noch, ob der Mann aufgrund seiner Krankheit überhaupt vollzugstauglich ist.

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