Staat zahlt für 49.898 Kinder Unterhalt

Wenn ein Elternteil nicht Unterhalt zahlt, springt der Staat mit Vorschüssen ein.
Wenn ein Elternteil nicht Unterhalt zahlt, springt der Staat mit Vorschüssen ein.Bild: Fotolia (Symbolbild)
Sobald ein Elternteil seinen Unterhaltspflichten nicht rechtzeitig oder vollständig nachkommt, springt der Staat mit Vorschüssen ein.

2016 sprang der Staat, und damit wir Steuerzahler, bei Unterhaltspflichten für 49.898 Kinder ein. Das ergab eine parlamentarische Anfrage der FPÖ an Justizminister Wolfgang Brandstetter. Die ausbezahlten Beträge beliefen sich auf 134,7 Millionen Euro. Zurückgezahlt wurde weniger als die Hälfte: Der Staat blieb auf einem Minus von 81,7 Millionen Euro sitzen.

Die meisten Kinder, die unterstützt wurden, sind übrigens österreichische Staatsbürger: 46.662 der insgesamt 49.898 Kinder. 3.473 Kinder sind EU-Staatsbürger, 1.806 kommen aus einem Drittstaat, bei 1.430 Kindern konnte die Herkunft nicht erhoben werden.

Die Altersverteilung bei den anspruchsberechtigten Kindern im Jahr 2016 verteilte sich wie folgt: Die insgesamt 10.153 bis zu Siebenjährigen erhielten 21,4 Millionen Euro. Es gab 25.278 7- bis 14-Jährige, die insgesamt 63,2 Millionen Euro erhielten. Den 21.270 14- bis 18-Jährigen wurden 50,1 Millionen Euro ausbezahlt.

3.738 Unterhalts-Schuldner lebten 2016 im Ausland, allein 1.648 davon in Deutschland. Die ausbezahlten Beträge gingen zum Großteil, mit 118,3 Millionen Euro, nach Österreich. 8,5 Millionen wurden in EU-Staaten überwiesen, 3,9 Millionen Euro in Drittstaaten.

(uha)

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