9.271 Menschen erhielten den österreichischen Pass

Die Zahl der Einbürgerungen ist im Jahr 2017 wieder angestiegen.
Die Zahl der Einbürgerungen ist im Jahr 2017 wieder angestiegen.Bild: picturedesk.com

Im Jahr 2017 wurde 9.271 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft verleihen - Plus 7,5 Prozent. Spitzenreiter bei den Eingebürgerten sind Bosnier.

Die Zahl der eingebürgerten Personen ist im Jahr 2017 deutlich angestiegen. Insgesamt erhielten 9.271 Menschen den österreichischen Pass.

Mehr als ein Drittel der Eingebürgerten, 35 Prozent, wurde bereits in Österreich geboren. 37 Prozent waren unter 18 Jahre alt.

Bosnier größte Gruppe

Die größte Gruppe unter den Neo-Österreichern hatte zuvor die Staatsbürgerschaft von Bosnien und Herzegowina (rund 1.300), gefolgt von der Türkei (779), dem Kosovo (664), Serbien (557) sowie Afghanistan (424).

2003 war Rekordjahr

Seit dem Rekordjahr 2003 – damals erhielten 45.112 Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft – ist die Zahl der Einbürgerungen kontinuierlich zurückgegangen. Der niedrigste Wert wurde 2010 mit 6.190 Einbürgerungen erreicht. Seit 2011 steigt die Zahl wieder.

Seit dem Rekordjahr 2003 sind die Einbürgerungszahlen kontinuierlich gesunken und erreichten im Jahr 2010 mit 6.190 den niedrigsten Wert. Seit 2011 (6.754) stiegen die Zahlen wieder. Die vorläufige Einbürgerungsrate - Einbürgerungen von in Österreich wohnhaften Personen bezogen auf in Österreich lebende Personen mit nichtösterreichischer Staatsangehörigkeit - lag 2017 wie im Vorjahr bei 0,7 Prozent.

Stärkste Zuwächse in Wien und NÖ

Im Jahr 2017 wurden in sechs Bundesländern mehr Personen eingebürgert als im Jahr 2016. Die Zuwächse waren in Wien (plus 27,6 Prozent, auf 3.899 Einbürgerungen) am deutlichsten, gefolgt von Niederösterreich (plus 14,3 Prozent, auf 1.319), Kärnten (plus 13,7 Prozent, auf 358) und dem Burgenland (plus zehn Prozent, auf 187). Geringere Zunahmen gegenüber dem Vorjahr wurden in Salzburg (plus 3,8 Prozent, auf 495) und in der Steiermark (plus ein Prozent, auf 823) verzeichnet. In den anderen Bundesländern gab es 2017 weniger Einbürgerungen als im Jahr zuvor: Oberösterreich (minus 26,7 Prozent, auf 1.113), Vorarlberg (minus 9,3 Prozent, auf 410) und Tirol (minus 9,2 Prozent, auf 521). (red)

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