England muss weiter auf den zweiten WM-Titel seit 1966 warten. Die "Three Lions" verspielten im Halbfinale eine 1:0-Führung in der Schlussphase und verloren am Ende noch mit 1:2 gegen Weltmeister Argentinien. Danach rechnete die internationale Presse mit Teamchef Thomas Tuchel ab, der bereits früh sehr defensiv gewechselt hatte.
Die englischen Medien litten mit ihrer Mannschaft. Die "Daily Mail" schrieb: "Den 'Three Lions' wird das Herz gebrochen! Joker Lautaro Martínez köpft nach einer Flanke von Lionel Messi in der Nachspielzeit den Siegtreffer. Es ist schon wieder passiert … Erneute Enttäuschung für England. Aller guten Dinge sind eben nicht drei." Weiter heißt es: "Die 'Three Lions' verlieren ihr drittes WM-Halbfinale in Folge – und diese Niederlage schmerzt mehr als die meisten anderen."
In Argentinien hingegen wurde der Finaleinzug gefeiert. Die Zeitung "Clarín" schrieb: "Mit purem Herzen! Argentinien dreht das Spiel gegen England und steht im Finale. Die Nationalmannschaft lag nach einem Tor von Gordon in der zweiten Halbzeit zurück, doch Scaloni setzte auf seine Joker und leitete so eine historische Wende ein."
Besonders hart fiel das Urteil in Australien aus. Der "Sydney Morning Herald" fragte: "Was soll er jetzt machen? Wie könnte er (Tuchel, Anm. d. Red.) als Staatsfeind Nummer eins überhaupt noch nach England zurückkehren?" In den sozialen Medien hätten Fans, Journalisten und Experten darüber diskutiert, ob Tuchel zu früh auf eine defensive Ausrichtung gesetzt habe. "Warum glaubte er nicht an sein Team?", schrieb das Blatt.
Auch in Spanien blickte man bereits auf das Endspiel. Die "AS" titelte: "Messi will den nächsten WM-Titel." Weiter hieß es: "Ein weiteres episches Comeback innerhalb von sieben Minuten bringt Argentinien ins Finale gegen Spanien. Gordon brachte England in Führung, doch Enzo Fernández und anschließend Lautaro Martínez drehten die Partie."