In lediglich drei Fällen musste die Stadt Wien auf von Wirten erhobene Gäste-Daten zurückgreifen. Das berichtet orf.at unter Berufung auf Corinna Had vom Krisenstab der Stadt Wien. "Wir haben dann nachvollziehen können, wer wo gesessen ist und wer kontaktiert werden musste", so Had, die die Zusammenarbeit mit den Gastronomen "sehr gut" bezeichnet.
Die Idee hinter der Datenerhebung ist es das Contact-Tracing im Falle eines positiven Corona-Falles zu vereinfachen. Wie man sich registrieren kann, ist äußerst unterschiedlich. In den meisten Fällen müssen Besucher vor Ort Datenblätter ausfüllen. Die Stadt Wien arbeitet mit der Wirtschaftskammer Wien an einer zentralen Lösung. Diese sieht eine Voranmeldung inklusive Check-in mittels QR-Code vor.
Diese biete den Vorteil, dass die Daten verschlüsselt gespeichert werden könnten. Dadurch hätten weder die Wirte, noch Angestellte oder Gäste Zugriff auf die Daten, erklärt Peter Dobcak von der Wirtschaftskammer Wien die Vorteile. Bis Ende Oktober soll die von der Wirtschaftskammer angestrebte zentrale Lösung mittels QR-Code in einen Probebetrieb gehen. Im November soll die digitale Lösung dann in den Vollbetrieb übernommen werden. Die manuelle Registrierung soll aber auch weiterhin möglich bleiben.
Kritik an gab es zu Beginn der Registrierungspflicht von Verfassungsrechtsexperten Bernd Christian Funk. Er argumentierte, dass weder die Gäste noch die Wirten verpflichtet seien, die Daten weiterzugeben.