"Das Mitnehmen von Wagerln außerhalb des Supermarkt- oder Einkaufszentrum-Geländes ist kein Kavaliersdelikt, sondern Diebstahl. In Wien kommt der Diebstahl von Einkaufswagerln tatsächlich häufiger vor als in anderen Regionen", heißt es von Spar gegenüber "Heute". Auch Rewe und Lidl bestätigen auf Nachfrage, dass "immer wieder Einkaufswagerl abhanden kommen".
Nur von Hofer heißt es, dass es "der Ausnahmefall" sei, dass diese nicht mehr zurückgebracht werden. Mit ein Grund sei ein spezielles Technik-System: "Wird der Einkaufswagen über eine bestimmte Fläche hinausgeschoben, blockieren die Räder dauerhaft", erklärt eine Pressesprecherin des Diskonters.
Zahlen liefert nur Lidl. Jährlich würden hier rund 400 Stück "endgültig verschwinden". Die meisten gestohlenen Wagerl werden ohnehin von der MA 48 gefunden und gegen Gebühr an die Besitzer retourniert. Seit 2010 waren das an die 250.000 Stück. Ineinandergeschoben wäre die Schlange 80 Kilometer lang!
In der 8. Folge der YouTube-Reihe "What the Rapp?!" widmet sich auch TV-Legende Peter Rapp dem Phänomen der "Einkaufswagerl-Entführungen".
Am Straßenrand findet er ein armes Opfer, spricht ihm Mut zu und vereint es wieder mit seinen "Hawaran". Zuvor kommt noch die Warnung: Müll ablagern – und das gilt auch für gestohlene Wagerl – kostet schlanke 50 Euro.