Der Kauf der Generali-Arena wird von der Stadt Wien geprüft. Das steht seit Mitte Dezember letzten Jahres fest. Ziel sei es, die Heimspielstätte der Veilchen vor fremden Investoren zu schützen.
„Investoren verfolgten primär ihre eigenen Interessen. Als Stadt Wien wollen wir vermeiden, dass ein Dritter darüber bestimmt, was im Stadion in Favoriten passiert und dass weder wir noch der Verein Einfluss darauf haben", erklärte Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber der "ORF". Die Stadt Wien hat ein vertraglich verankertes Vorkaufsrecht und will dieses nun auch ausüben. Die Schätzung des externen Gutachters werde in rund vier bis sechs Wochen erwartet, danach der Verkauf über die Bühne gehen.
Jetzt zog die Stadt Wien einen Gutachter hinzu. Dieser soll den Wert des Stadions genau ermitteln, wie Hacker der "APA" bestätigte. Schätzungsweise hat die Generali-Arena einen Wert von 40 Millionen Euro. Fördergelder, die von der Stadt Wien für den Stadionbau an die Veilchen flossen, sollen zumindest teilweise angerechnet werden. Ursprünglich steuerte die Stadt 14 Millionen Euro bei, zwei Millionen Euro könnten demnach noch angerechnet werden.
Der Kauf des Stadions bedeutet auch, dass mehr als nur Fußball im ehemaligen Horr-Stadion zu sehen sein wird. "Wir wollen sicherstellen, dass so viele Wienerinnen und Wiener davon profitieren", betonte Hacker. Trotzdem ist für den Sportstadtrat eines klar: "Wir wollen, dass die Austria dort spielt, das ist erste Priorität."
Allerdings müssen die hochverschuldeten Veilchen jährlich eine Miete an die Stadt zahlen, von bis zu drei Millionen Euro ist die Rede.