Tiere

Stadthunde sind ängstlicher als Landhunde

Heute Redaktion
13.09.2021, 14:03

In der Stadt lebende Hunde scheinen tendenziell ängstlicher zu sein als ihre am Land beheimateten Artgenossen. Eine Studie beschreibt die Zusammenhänge.

Hunde verhalten sich bei einer Begegnung mit fremden Hunden oder Menschen recht unterschiedlich. Hunde, die in einer Stadt leben, scheinen eher zu einem ängstlicheren Verhalten zu neigen als Hunde am Land. Eine Studie aus Finnland stieß auf diesen möglichen Zusammenhang.

Die Forscher um Hannes Lohi von der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Helsinki analysierten dazu die Daten der Halter von 6.000 Hunden über die Eigenschaftszuschreibungen ihrer Tiere. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift "Scientific Reports". Die Forscher vermuten bei der Interpretation ihrer Ergebnisse, dass in einer urbanen Umgebung weniger Kontakt zu Artgenossen besteht.

Ihre Arbeit zeigte außerdem, dass kleinere Rassen sowie kastrierte Tiere generell ängstlicher reagieren als größere. Damit im Zusammenhang könnte die Aktivität eines Hundes stehen. „Hunde, die nur selten an Aktivitäten und Trainings teilnahmen, zeigten eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, Angst zu haben, als Hunde, die gelegentlich oder wöchentlich an Aktivitäten und Training teilnahmen", heißt es in der Studie.

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Daneben könnte ein Einfluss von genetischen Faktoren durchaus wahrscheinlich sein. Innerhalb von Rassen gibt es verschiedene Wesensmerkmale, die über Generationen vererbt werden. Es gibt furchtlosere Rassen wie Wheaten Terrier und ängstlichere wie Spanische Wasserhunde und Shetland-Schäferhunde. „Alles in allem gibt uns diese Studie Mittel, um das Wohlergehen unseres besten Freundes zu verbessern", wird Studienleiter Lohi in einer Mitteilung seiner Universität zitiert. „Eine vielfältige Sozialisation im Welpenalter, ein aktives Leben und sorgfältige Zuchtauswahl können soziale Angst deutlich verringern."

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