Noch vor einem Monat bezeichnete Wilfried Zaha den Kniefalls als "erniedrigend". Am Samstag nun weigerte sich der 28-Jährige, hinzuknien – als erster Profi der Premier League.
Der Kniefall gilt seit Juni in der Premier League als Solidaritätsbekundung zur Anti-Rassismus-Bewegung "Black Lives Matter". Der Stürmer hatte sein Vorgehen bereits angekündigt: "Es gibt keine richtige oder falsche Entscheidung, aber ich persönlich habe das Gefühl, dass das Knien einfach ein Teil der Routine vor dem Spiel geworden ist, und im Moment spielt es keine Rolle, ob wir knien oder stehen, einige von uns werden immer noch beschimpft."
Deshalb blieb der Ivorer am Samstag vor dem Spiel seines Teams Crystal Palace gegen West Bromwich Albion – Palace gewann 1:0, Zaha spielte durch. Er sagte weiter, er sei der Ansicht, "dass wir als Gesellschaft eine bessere Erziehung in den Schulen fördern sollten, und dass die Unternehmen der sozialen Medien stärker gegen Leute vorgehen sollten, die andere online beleidigen – nicht nur Fußballer."
In einem Podcast vor einem Monat hatte Zaha gesagt: "Das ist doch alles erniedrigend. Warum muss ich auf die Knie gehen, um zu zeigen, dass ich etwas wert bin?"