Nicht nur russische und ukrainische Streitkräfte, auch das US-Militär ist abhängig von Elon Musks Starlink. Das zeigen nun aufgetauchte interne Dokumente. Bei Manövern der amerikanischen Kriegsmarine kam es zu schwerwiegenden Problemen mit dem Satellitennetz.
Im April 2025 erwies sich Starlink als nicht leistungsfähig genug, als die Navy den gleichzeitigen Einsatz von Drohnen zu Wasser und in der Luft testete. Die Datenverbindungen wurden überlastet. Im Sommer wiederholten sich die Verbindungsprobleme mehrfach.
Wie heise.de unter Berufung auf Reuters berichtet, kam es am 18. August 2025 zu einem Totalausfall: Starlink war in Teilen Nordamerikas außer Betrieb. Als Folge trieben zwei Dutzend Drohnen der US-Kriegsmarine fast eine Stunde lang auf dem Meer - die Fernsteuerung funktionierte ohne Starlink nicht mehr.
Das Satellitennetz spielt auch im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Auf Ersuchen der ukrainischen Regierung schaltete SpaceX Starlink im Land frei. Seither nutzen beide Kriegsparteien den Dienst für militärische Zwecke. Seit etwa einem Jahr soll Russland in der Lage sein, Starlink umfangreich zu stören.
Im Februar 2026 hat SpaceX die unautorisierten russischen Starlink-Empfänger im Kriegsgebiet gesperrt. Mindestens einmal soll Elon Musk einen ukrainischen Angriff sabotiert haben, indem er Starlink unvermutet abdrehte.
Kein Wunder, dass die Ukraine nun eine eigene Weltraumstreitmacht und eigene Satelliten plant. Mitten im Krieg sollen bereits zwei Teststarts erfolgreich verlaufen sein. Eine Rakete erreichte 240 Kilometer Höhe - laut dem ukrainischen Politiker Fedir Wenislawskyj ein Weltrekord.
Weil klassische Raketenabschussrampen leichte Ziele für den Feind sind, setzt die Ukraine auf Raketenstarts von Flugzeugen aus. Der Aufbau der ukrainischen Space Force werde drei bis fünf Jahre dauern. Die Mindestausstattung seien acht bis zehn Satelliten.