Stars machen sich über Cola-Protest von Ronaldo lustig

Romelu Lukaku und Andriy Yarmolenko haben nichts gegen Cola.
Romelu Lukaku und Andriy Yarmolenko haben nichts gegen Cola.Screenshot
Cristiano Ronaldo ließ mit seiner Ablehnung die Coca-Cola-Aktie fallen. Andere EM-Stars bitten den Konzern nun sogar um eine Zusammenarbeit.

Nicht jede Werbung ist gute Werbung – Cristiano Ronaldo ließ diese Woche die Aktie von Coca Cola kurzzeitig einbrechen, indem er die Flaschen des EURO-Sponsors bei einer Pressekonferenz gegen eine Wasserflasche tauschte. Er lehnt es ab, als Spitzensportler mit einem zuckerhaltigen Getränk in Verbindung gebracht zu werden.

Die Aktion sorgte für viel Wirbel und könnte für Coca Cola langfristig die Aktie und Verkaufszahlen in die Höhe treiben. Denn: Auf Ronaldos Ablehnung folgt inzwischen viel Gratis-Werbung anderer Stars. Das große EM-Flaschendrehen:

Yarmolenko und Lukaku machen sich lustig

Andriy Yarmolenko, Angreifer von Österreichs nächsten EM-Gegner Ukraine, schnappte sich bei seiner Pressekonferenz jüngst die Cola-Flasche und auch die Bierflasche vor sich, stellte sie näher an sich ran und sprach die Firmennamen laut aus: "Coca Cola. Heineken. Leute, kontaktiert mich." Der Flügel, der bei der EURO nach zwei Spielen bei zwei Toren hält, hatte ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen.

Frankreichs Paul Pogbahatte nach Ronaldos Auftritt übrigens die Heineken-Flasche entfernt. Zwar handelt es sich um die "0.0"-Edition, also um alkoholfreies Bier. Pogba möchte als gläubiger Muslim aber keine Werbung für die Firma machen, die alkoholische Getränke herstellt.

Einen Mittelweg wählte nun Belgiens Romelu Lukaku. Auch er witzelte über die Ronaldo-Aktion, sagte: "Coca Cola, kontaktiert Roc Nation, wir können zusammenarbeiten." Nach diesem Satz musste er lachen. Bei Roc Nation handelt es sich um seine Agenten.

Pogba gegen Bier, Locatelli gegen Cola

Auf die Heineken-Flasche angesprochen, tat es Lukaku aber Pogba gleich. Er nahm das alkoholfreie Bier, stellte es auf den Boden – damit aus dem Blickfeld der Kameras.

Mittlerweile hat fast jede Top-Nation ein klares Flaschen-Statement abgegeben. So auch Italien. Manuel Locatelli, Doppeltorschütze beim 3:0 gegen die Schweiz, stellte wie Ronaldo die Cola-Flaschen weg und schob die Wasserflasche näher an sich ran.

Kane hält sich raus

England-Kapitän Harry Kane hingegen ließ alles vor sich auf den von der UEFA ausgewählten Plätzen. Seine Sichtweise: "Sponsoren des Events können haben, was sie wollen, wenn sie dafür bezahlt haben. Ich habe mir darüber nicht viele Gedanken gemacht, konzentriere mich lieber auf das nächste Spiel."

Der Zoff um die Flaschen mag die Fußball-Fans zwischen den Spielen unterhalten. Dem europäischen Verband schmeckt das aber ganz und gar nicht. Die UEFA hat schon angekündigt, das Entfernen von Sponsoren, die für die Finanzierung des Turniers wichtig seien, nicht zu dulden. Beim nächsten Flaschen-Protest könnte es sogar Strafen gegen die Spieler geben.

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