Start für Kickls Polizei-Pferde verzögert sich

Bevor die Polizeipferde ihren Dienst beginnen dürfen, müssen sie eine Prüfung bestehen. Die wurde nun verschoben. Auch ein Stall in Wien fehlt noch.

Beim Start der berittenen Polizei in Wien kommt es zu Verzögerungen. Statt im Mai können die Pferde frühestens im Juni lostraben - und da auch noch nicht auf Demos eingesetzt werden.

Ausfälle in der Ausbildung

Ein holpriger Start war das bisher, für die Idee von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Erst gab es großen Widerstand der Oppositionsparteien, dann mussten Pferde und Reiter gefunden werden.

Dies ging nur langsam voran, schließlich musste die Ausbildung in Wiener Neustadt von der Spezialeinheit Cobra in die Hand genommen werden. Seit August wird ausgebildet, mittlerweile haben sich 12 Pferde und 19 Reiter gefunden, die im Sommer eine Prüfung ablegen sollen.

Pferd und Reiter werden vor allem auf Gelassenheit in fast jeder Situation getrimmt, Reiter müssen sattelfest bleiben und dem Pferd Sicherheit vermitteln. Das hat schon zu Ausfällen geführt, schildert der Leiter des Stabsreferates der Cobra, Gerald Haider, gegenüber "Wien Heute":

"Polizeiliches Reiten unterscheidet sich grundlegend vom sportlichen Reiten, etwa dem Dressurreiten, aber auch vom Hobbyreiten. Wir haben sowohl auf Seiten der Pferde als auch bei den Reitern Ausfälle gehabt."

Prüfung im Juni

"Im Wesentlichen werden wir im Mai mit den Ausbildungen soweit fertig werden. Es ist aber trotzdem so, dass die Ausbildung von Reiterinnen und Reiter und Pferd natürlich einiges an Zeit benötigt", sagt Haider. Es fehle beiden an Erfahrung.

Bevor ein berittener Polizist eingesetzt werden darf, muss er er jedoch eine erste Prüfung bestehen. Diese wird Mitte Juni stattfinden. Dann können Pferd und Reiter "Streife reiten, bei Suchaktionen teilnehmen oder an Fahndungen beteiligen", so Haider.

Kein Stall, keine Demos

Ein leistbarer Stall in Wien ist noch nicht gefunden, man will auch erst den Probebetrieb abwarten. Die Pferde werden also vorerst aus Wiener Neustadt anreisen: "Das ist alles in einer Distanz, die gut bewältigbar ist", sagt Haider. Für die 60 Kilometer nach Wien braucht man bei 80km/h Geschwindigkeit rund eine Stunde - vorausgesetzt, es staut nicht.

Für den von Kickl angedachten Einsatz bei Demonstrationen gibt es unterdessen noch gar keinen Starttermin. (csc)

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