Seit Dienstagnacht um 22 Uhr laufen auf der A1 Westautobahn im Abschnitt Mondsee überraschend Sanierungsarbeiten. Eigentlich hätten die Reparaturen bis Mittwoch um 14 Uhr fertig sein sollen, doch daraus wurde nicht. Wie die Asfinag am Mittwochnachmittag mitteilte, verzögert sich alles.
Im Jänner wurde das Brückentragwerk der 70 Meter langen Rottgrabenbrücke auf der Richtungsfahrbahn Salzburg abgetragen. Sie befindet sich derzeit im Neubau. "Daher läuft der gesamte Verkehr mit zwei Fahrspuren pro Richtung gebündelt auf dem Tragwerk der Richtungsfahrbahn Wien. Das heißt auf dem Tragwerk rollt auf verengten Fahrspuren die doppelte Zahl an Fahrzeugen", erklärt die Asfinag.
Aufgrund der Belastung habe sich nun der sogenannte Randbalken gelöst, der in Fahrtrichtung Wien die Brücke abschließt und auf dem die Leitschienen montiert sind. "Aus Sicherheitsgründen hat die ASFINAG unverzüglich die Richtungsfahrbahn Wien komplett gesperrt und eine Ableitung zwischen Mondsee und Oberwang eingerichtet."
Derzeit werde ein neues Rückhaltesystem zur Absicherung der Brücke errichtet. "Ursprünglich war eine zumindest einspurige Freigabe der A 1 für den Nachmittag geplant, die Brücke wird nun aber zusätzlich einer vertieften sicherheitstechnischen Überprüfung durch interne und externe Sachverständige unterzogen."
„"Wir bedauern die Verzögerungen, bitten um Verständnis"“
Nach aktuellem Stand geht die ASFINAG davon aus, dass die A1 in den Morgenstunden des Donnerstag wieder mit zwei Spuren pro Richtung für den Verkehr freigegeben werden kann. "Wir bedauern die Verzögerungen für unsere Kundinnen und Kunden, bitten aber um Verständnis dafür, dass die ASFINAG beim Thema Sicherheit keine Kompromisse eingeht und die Richtungsfahrbahn Wien erst freigibt, wenn diese gewährleistet ist."