Die Juni-Bootiden gelten als einer der spannendsten Meteorschauer des Monats. Sie sind allerdings sehr unzuverlässig.
Von 1927 bis 1998 wurden sie gar nicht gesehen, danach traten sie nur selten, aber mitunter sehr spektakulär auf. In starken Jahren konnten bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden. Der Höhepunkt ist für die Nacht auf Montag (22. Juni) berechnet, wobei die besten Chancen ab etwa 23 Uhr bestehen.
In den meisten Jahren bleibt das Spektakel jedoch aus - oft sind nur ein bis zwei helle Meteore pro Stunde zu sehen. Der Mond kann dabei kurz nach Mitternacht stören, geht aber um etwa 0:30 Uhr unter, genau zum erwarteten Maximum des Schauers.
Sternschnuppen entstehen, wenn die Erde auf die Staubspuren alter Kometen trifft. Die winzigen Teilchen verglühen in der Atmosphäre und erzeugen dabei die leuchtenden Spuren am Himmel.
Wie "ARDalpha" berichtet, stammen die Juni-Bootiden von Komet 7P/Pons-Winnecke, dessen Bahn sich durch die Schwerkraft von Jupiter verändert hat. Daher ist nicht sicher, ob die Erde in diesem Jahr auf eine aktive Staubspur trifft.
Neben den Juni-Bootiden gibt es im Juni noch weitere Meteorströme. Diese sind aber meist so schwach, dass pro Stunde nur einzelne Meteore zu sehen sind. Dennoch lohnt sich ein Blick zum Nachthimmel - auch seltene leuchtende Nachtwolken könnten erscheinen.
Wer Sternschnuppen fotografieren möchte, sollte ein Stativ und eine Kamera mit manuellen Einstellungen verwenden. Lange Belichtungszeiten und hohe ISO-Werte helfen, die schwachen Lichter einzufangen. Geduld ist bei der Jagd nach dem perfekten Bild gefragt.