Planeten-Show, Erdbeermond

Spektakel am Nachthimmel – das ist im Juni zu sehen

Planetenparade, Sommersonnenwende und Erdbeermond: Der Juni bringt gleich mehrere spektakuläre Himmelshighlights für Sternenfans und Nachtschwärmer.
Jochen Dobnik
05.06.2026, 07:16
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Der Juni hat für Hobby-Astronomen und Romantiker einiges zu bieten. Gleich mehrere spektakuläre Himmelsereignisse sorgen in den kommenden Wochen für besondere Nächte.

Von einer seltenen Begegnung der hellsten Planeten über die längsten Tage des Jahres bis hin zum malerischen "Erdbeermond" - wer in den Himmel blickt, wird belohnt.

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7. Juni: Sternschnuppen zum Monatsstart

Den Auftakt macht bereits dieses Wochenende ein Meteorschauer. Die sogenannten Tages-Arietiden erreichen am Sonntag ihren Höhepunkt. Obwohl viele der Sternschnuppen tagsüber auftreten, können besonders aufmerksame Beobachter in den frühen Morgenstunden, kurz vor Sonnenaufgang, vereinzelt Meteore entdecken.

Doch selbst unter optimalen Bedingungen sind oft nur wenige der sehr schnellen Meteore sichtbar. Die Teilchen treten mit Geschwindigkeiten von über 35 km/s in die Atmosphäre ein und verglühen oft schnell und unscheinbar.

9. Juni: Venus und Jupiter treffen sich am Abendhimmel

Zu den absoluten Highlights des Monats zählt die enge Begegnung von Venus und Jupiter. Ab dem 9. Juni stehen die beiden hellsten Planeten unseres Sonnensystems außergewöhnlich nahe beieinander und bilden über dem Nordwesthorizont ein auffälliges Lichterpaar.

Venus und Jupiter sind nahe Fujin City, im Nordosten Chinas, am Nachthimmel zu sehen.
IMAGO/Xinhua

Der Mond ergänzt das Ganze mit mehreren engen Begegnungen, Merkur steht knapp darunter. Bei fortschreitender Dunkelheit gesellen sich zudem die beiden hellen Hauptsterne der Zwillinge, Castor und Pollux, dazu.

Wer kurz nach Sonnenuntergang nach draußen geht, kann das seltene Schauspiel mit bloßem Auge beobachten. Die beiden Planeten strahlen so hell, dass sie selbst in Städten problemlos sichtbar sind. Experten sprechen von einer der am leichtesten zu beobachtenden Planetenparaden des Jahres.

21. Juni: Der längste Tag des Jahres

Mit der Sommersonnenwende beginnt astronomisch der Sommer. Die Sonne erreicht ihren höchsten Stand am Himmel, die Nacht fällt besonders kurz aus.

In Wien dauert der Tag dann mehr als 16 Stunden. Gleichzeitig startet die Zeit der typischen Sommersternbilder, die nun nach und nach den Nachthimmel erobern.

22. Juni: Die nächsten Sternschnuppen ziehen auf

Kaum hat der Sommer begonnen, kündigt sich bereits der nächste Meteorschauer an. Die Juni-Bootiden erreichen am 22. Juni ihren Höhepunkt und bleiben bis Anfang Juli aktiv.

Der Schauer gilt allerdings als äußerst unberechenbar. In manchen Jahren sind nur wenige Sternschnuppen sichtbar, in anderen sorgt er überraschend für ein wahres Feuerwerk am Himmel.

30. Juni: Erdbeermond sorgt für romantischen Abschluss

Zum Monatsende wartet noch einmal ein besonders stimmungsvolles Schauspiel. In der Nacht auf den 30. Juni erreicht der Vollmond um 1.57 Uhr seine volle Phase.

Traditionell wird der Juni-Vollmond als "Erdbeermond" bezeichnet. Aufgrund seiner tiefen Position über dem Horizont wirkt er oft größer und nimmt bei klarem Wetter einen warmen, goldenen Farbton an. Das sorgt für besonders spektakuläre Momente, wie hier im Jahr 2025.

Meteor-Tag erinnert an kosmisches Ereignis

Passend dazu wird am 30. Juni auch der internationale Meteor Watch Day begangen. Der Tag soll Menschen dazu animieren, wieder öfter in den Nachthimmel zu blicken. Gleichzeitig erinnert das Datum an das berühmte Tunguska-Ereignis von 1908, als ein kosmisches Objekt über Sibirien eine gewaltige Explosion auslöste.

Für Sternengucker steht fest: Der Juni hat weit mehr zu bieten als laue Sommerabende. Wer regelmäßig nach oben schaut, kann gleich mehrere außergewöhnliche Naturschauspiele erleben.

{title && {title} } dob, {title && {title} } 05.06.2026, 07:16
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