Sternschnuppen-Nacht

Heute Nacht flitzen die Lyriden über den Nachthimmel

In der Nacht auf Donnerstag erreicht der Meteorschauer der Lyriden seinen Höhepunkt und beschert uns etwa 20 Sternschnuppen pro Stunde.
Heute Life
22.04.2026, 19:59
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Schon seit vergangener Woche sind die Lyriden wieder aktiv und sorgen für ein alljährliches Himmelspektakel. Ausgerechnet zum Höhepunkt, in der Nacht auf Donnerstag (22. April), zeigt sich das Wetter in vielen Regionen wolkenfrei. Selbst über den Bergen bleiben die Quellwolken größtenteils harmlos.

Die Lyriden gelten zwar nicht als besonders intensiver Strom, liefern aber regelmäßig ein schönes Schauspiel. Erwartet werden etwa 10 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde. Einzelne helle Exemplare sind dabei immer möglich.

Die Meteore rasen mit rund 50 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre und verglühen dort als helle Lichtstreifen am Himmel.

Wo und wann du hinschauen musst

Der Ausgangspunkt der Lyriden liegt im Sternbild Leier (Lyra). Besonders wichtig ist dabei der helle Stern Wega, einer der auffälligsten Sterne am Nachthimmel.

Wer die besten Chancen haben will, sollte den Blick in Richtung Osten bis Südosten richten, sobald die Leier aufgegangen ist. Allerdings ist Geduld gefragt: Der sogenannte Radiant - der scheinbare Ursprung der Sternschnuppen im Sternbild Leier - steigt erst nach Mitternacht richtig hoch genug, um optimale Sichtbedingungen zu bieten.

Die besten Beobachtungszeiten liegen daher in den Stunden nach Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden.

Entstehung durch Kometenstaub

Hinter dem Himmelsereignis steckt der Komet C/1861 G1 (Thatcher). Die Erde durchquert jedes Jahr seine Staubspur. Kleine Partikel verglühen dann in der Atmosphäre und erzeugen die bekannten Sternschnuppen.

Die Lyriden gehören damit zu den ältesten bekannten Meteorströmen überhaupt - erste Aufzeichnungen reichen über 2.000 Jahre zurück.

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