Astronomie-Highlights 2026

In diesen 5 Nächten solltest du in den Himmel blicken

Sternschnuppenregen, Mond- und Sonnenfinsternis, leuchtender Jupiter: Es lohnt sich in diesem Jahr besonders, in den Nachthimmel zu schauen.
Jochen Dobnik
10.01.2026, 18:28
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Ein Blick zum Himmel lohnt sich in diesem Jahr ganz besonders, denn der astronomische Jahreskalender hält eine Vielzahl außergewöhnlicher Ereignisse bereit.

In den kommenden Monaten können aufmerksame Beobachter unter anderem eindrucksvolle Meteoritenschauer sowie partielle Mond- und Sonnenfinsternisse erleben.

Bereits heute (10. Jänner) ereignet sich ein erstes astronomisches Highlight: Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, steht an diesem Tag in Opposition. Dabei befinden sich Erde, Sonne und Jupiter nahezu auf einer gemeinsamen Linie, was dazu führt, dass der Gasplanet außergewöhnlich hell leuchtet.

Gut sichtbar dominiert er den Nachthimmel und kann durchgehend von Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang beobachtet werden. Während dieser Phase wird Jupiter vollständig von der Sonne beleuchtet und erinnert in seinem Erscheinungsbild an einen Vollmond.

Ein weiteres spektakuläres Ereignis folgt am 12. August mit einer partiellen Sonnenfinsternis, die in ganz Österreich zu sehen sein wird. Sie ereignet sich in den Abendstunden, wobei der maximale Bedeckungsgrad der Sonne gegen 20 Uhr erreicht wird. Dabei werden bis zu etwa 89 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt.

EIne partielle Sonnenfinsternis ist im August über Österreich zu sehen (Symbolbild)
Sascha Fromm / Thueringer Allgemeine

Da die Sonne zu diesem Zeitpunkt bereits sehr tief am Horizont steht, ist die Verfinsterung besonders eindrucksvoll und erreicht ihre stärkste Wirkung kurz vor dem Sonnenuntergang. Währenddessen wird z.B. in Spanien sogar eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten sein.

Etwas mehr als zwei Wochen später folgt auch der Mond diesem Schauspiel. In der Nacht vom 27. auf den 28. August kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis. Diese beginnt in den frühen Morgenstunden um etwa 4:33 Uhr, erreicht ihren Höhepunkt jedoch erst nach dem Monduntergang. Zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung um 6:13 Uhr befindet sich der Vollmond mit rund 93,5 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde. Damit handelt es sich beinahe um eine totale Mondfinsternis.

Ein besonderes Highlight für Freunde der Sternschnuppen ist der Perseiden-Meteorstrom in der Nacht vom 12. auf den 13. August. In dieser Zeit können unter günstigen Bedingungen bis zu 150 Meteore pro Stunde am Himmel beobachtet werden, von denen viele besonders hell aufleuchten. Dieser jährlich wiederkehrende Meteorstrom ist auf der gesamten Nordhalbkugel sichtbar und kann auch ohne spezielle Ausrüstung gut verfolgt werden.

Für Profis: Die Perseiden sind nach dem Sternbild Perseus benannt, das sich zwischen den Sternbildern Fuhrmann, Kassiopeia und Giraffe befindet. Aus diesem Himmelsbereich scheinen die Sternschnuppen zu stammen.

Am 24. Dezember sorgt schließlich ein sogenannter "Supermond" für ein weiteres beeindruckendes Naturschauspiel. In dieser Nacht erscheint der Mond größer als gewöhnlich, da sich Erde und Mond besonders nahekommen. Aufgrund dieser vergleichsweise geringen Entfernung wirkt der Mond etwa sieben Prozent größer als sonst, zudem nimmt seine Helligkeit um rund ein Drittel zu.

Besonders eindrucksvoll und fotogen ist der Supermond kurz nach dem Mondaufgang oder unmittelbar vor dem Monduntergang, wenn er knapp über dem Horizont steht. Dann verstärkt ein psychologischer Effekt, die sogenannte Mondtäuschung, den Eindruck eines noch größeren Mondes.

Diese fünf Ereignisse stellen jedoch nur eine kleine Auswahl der zahlreichen astronomischen Highlights dar, die in den kommenden zwölf Monaten am Himmel über Deutschland zu beobachten sein werden.

{title && {title} } dob, {title && {title} } 10.01.2026, 18:28
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